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Posts Tagged ‘Thorsten Kluge’

Cover-Atemlos1+2-200Ab sofort gibt es beide Atemlos Krimis von mir als E-Book-Doppelband zum Vorteilspreis. Der E-Book-Doppelband enthält die beiden Kriminalromane
Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein
und
Atemlos – Von des Todes zarter Hand
in ungekürzter Ausgabe.

Der E-Book-Doppelband ist bei Amazon, Thalia, iTunes, Weltbild, Google Play, ebook.de und vielen anderen Onlineshops  erhältlich.

buch-kaufen4E-Book
(ISBN: 978-3-7368-6068-1)

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cover-atemlos2-200Kriminalroman: Die Geschichte von Anna Nowak und Anselm Jünger geht weiter.

Hauptkommissar Matheo Anderssons Vorgesetzte im Landeskriminalamt Mainz hatten sich unmissverständlich ausgedrückt. Sie wollten auf keinen Fall eine „Bonnie & Clyde-Geschichte“ daraus werden lassen. Deswegen schickten sie ihren besten Mann.
Doch das flüchtende Verbrecherpärchen gerät völlig außer Kontrolle. Anna Nowak und Anselm Jünger ziehen auf ihrer wilden Flucht eine blutige Spur hinter sich her. Auch vor Geiselnahme schrecken sie nicht zurück. Dabei fällt ihnen Matheo Anderssons junge und unerfahrene Kollegin in die Hände. Ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Eine Ballade. Eine „Bonnie & Clyde-Geschichte“. Ein rasanter Krimi aus Trier.

„Atemlos – Von des Todes zarter Hand“ erzählt davon, wie schnell sich Ereignisse hochschaukeln können und eine Situation völlig außer Kontrolle gerät.

buch-kaufen4Taschenbuch (244 Seiten, ISBN: 978-1482616286)

E-Book (ISBN: 978-3-7368-6066-7)

Das eBook ist in allen bekannten Online-Shops verfügbar. Das Taschenbuch wird auch im Regionalladen “Sinnessachen” im Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf zum Kauf angeboten. In der Verbandsgemeindebücherei im „Haus der Begegnung“ und in der Stadtbibliothek-Trier kann es ausgeliehen werden.

Hier gibt es eine Leseprobe: Eine Bonnie and Clyde-Geschichte

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cover-atemlos2Die Geschichte von Anna Nowak und Anselm Jünger geht weiter. Kleiner Tipp für alle Fans von Christine Bernard: In „Atemlos – Von des Todes zarter Hand“ hat sie ihren ersten Auftritt in der Kriminaldirektion Trier.

Textprobe aus: Atemlos – Von des Todes zarter Hand

Rottmann ermittelt

„Verletzte Person. Nicht ansprechbar. Hoher Blutverlust. Fremdeinwirkung nicht auszuschließen. Arzt und Rettungsdienst bereits vor Ort.“
Solche Meldungen waren es nicht, die Jörg Rottmann die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. An schlechte Nachrichten war er als Hauptkommissar der Trierer Kriminalpolizei gewöhnt. Es war die übermittelte Adresse, die ein unbestimmtes Gefühl bei ihm hinterließ. Denn genau dort stand das Haus, in dem auch der schwergewichtige Kollege Hauptkommissar Horst Krieger seine Wohnung hatte.
Ohne Eile legte Jörg Rottmann den Hörer zurück auf das Telefon. Dieser „Kunde“ lief nicht mehr weg. Dienstschluss. Die Kollegen vom Kriminaldauerdienst würden sich um den Fall kümmern.
Die Neugier trieb ihn dann doch die Treppe hinunter, anstatt geduldig auf den Aufzug zu warten und gelassen nach Hause zu fahren.
Nach einem kräftigen Tritt auf das Gaspedal des schwarzen Dienst-BMW schoss der schwere Wagen vom Gelände der Kriminaldirektion Trier. Feierabendverkehr.
Berufspendler und alle die, die zu dieser Zeit besser zu Hause geblieben wären, verstopften die Straßen der Innenstadt. Hauptkommissar Rottmann verspürte eine beinahe unbändige Lust, das Blaulicht auf das Dach zu packen und sich mit eingeschaltetem Sondersignal seinen Weg zu bahnen. Aber das gäbe nur wieder Ärger mit dem Alten.
Bei seinem Vorgesetzten, Kriminaldirektor Josef Weinig, hatte er nicht mehr viele Steine im Brett und bei Staatsanwalt Walter Lorscheider schon gar nicht. Den beiden war der oftmals ruppige Hauptkommissar nicht selten zu forsch. Der wiederum verstand die ganze Aufregung um seine Person nicht. Er fand sich ganz okay.
Ganz okay fanden seine Vorgesetzten lediglich seine außerordentlich gute Ermittlungsarbeit. Aufgrund derer sie ihn bis auf Weiteres Dienstwagen und Waffe führen ließen, nicht ohne sich seine Eignung dazu von Polizeipsychologin Karin Vollmer bestätigen zu lassen. Was die, wenn auch schweren Herzens, immer wieder tat. Der Herr Hauptkommissar glaubte deshalb, einen guten Draht zu der schlanken spröden Rothaarigen zu haben. Frau Polizeipsychologin jedoch sprach ihm gegenüber immer wieder nur von einem dünnen Faden.

Jörg Rottmann geduldete sich also, schaute gelangweilt aus dem Seitenfenster seines Wagens und erinnerte sich an seinen vor Anstrengung schnaufenden Kollegen, wenn der die Treppe in den ersten Stock hinauf in seine Wohnung erklomm. Weshalb der Dicke sich nicht eine Wohnung im Parterre gesucht hatte oder wenigstens in ein Haus mit einem Aufzug gezogen war, verstand er nicht. Vielleicht ein Rest Sportsgeist, der jeden Tag an den hundertsechzig Kilo Körpergewicht scheitern musste.
Plötzlich tat ihm sein Kollege leid. Keine Frau, keine Kinder. Krieger lebte allein und war sich angeblich selbst genug. Privaten Kontakt zu Kollegen hatte er kaum. Sicher fühlte er sich einsam.
Bevor Hauptkommissar Rottmann seinen sentimentalen Gedanken gänzlich erliegen konnte und womöglich noch ein schlechtes Gewissen bekam, weil er seinen Kollegen nicht ein einziges Mal nach Feierabend auf ein Bier eingeladen hatte, rollte er hinter einem Kleintransporter bei Gelblicht an der Verkehrsampel vorbei und bog in die Straße mit der gemeldeten Adresse ein.
Ein Krankenwagen, ein Notarztwagen und der schwarze Kleinbus eines Bestattungsunternehmens standen vor dem Haus. Die Spurensicherung war auch schon da. Das volle Programm. Also hatte der Notarzt bereits den Tod der aufgefundenen Person festgestellt und die Kollegen vom Kriminaldauerdienst hatten alle zuständigen Dienststellen informiert.
Jörg Rottmann fuhr in die Einfahrt zum Hinterhof hinein und ließ seinen Wagen auf die Garage von Hauptkommissar Krieger zurollen. Das Garagentor stand offen, ein blauer Ford Mondeo stand darin. Hinter dem Dienstwagen seines Kollegen stellte er seinen BMW ab.

Mit der Gewissheit ist das so eine Sache. Manchmal steigt man mit ihr in ungeahnte Höhen auf, so wie dann, wenn man endlich weiß, dass die Angebetete sich auch für einen interessiert. Aber Gewissheit reißt einen auch mit sich, tief hinunter in ein dunkles Loch. Es dauert seine Zeit, bis man sich daraus wieder befreit hat.
Gewissheit brachte Jörg Rottmann ein flüchtiger Blick. Der Fleischberg in der großen Blutlache dort auf den Fliesen in der Eingangshalle war sein Kollege Hauptkommissar Horst Krieger. Vor dem Absturz in das dunkle Loch befreite Jörg Rottmann nur die sofortige Aufnahme der Ermittlungsarbeit. Konzentriert und professionell.
Mit einem stummen Nicken begrüßte er Polizeihauptmeister Günther Hagemann von der Spurensicherung und stieg mit ausladenden Schritten über hölzerne Reste des Treppengeländers hinweg, die in der Eingangshalle des ehrwürdigen Bürgerhauses überall herumlagen.
Trotz seines Alters zeugte dieses Gebäude noch immer von dem gediegenen Wohlstand seines Erbauers aus einem längst vergangenen Jahrhundert. Aufwendig saniert und liebevoll gepflegt. Horst Kriegers Leiche konnte diesem Eindruck nichts anhaben. Dieses Haus hatte zwei Weltkriege überstanden. Es war, als forderte es alle Anwesenden geradezu dazu auf, ihre Haltung nicht zu verlieren.
Vielleicht war es aber auch die Anwesenheit von Ruth Mayr. Die alte Dame bewohnte die Wohnung über Hauptkommissar Krieger und stand kerzengerade mit verschränkten Armen in ihrem grünen Kleid auf dem ersten Treppenabsatz und beobachtete mit versteinerter Miene das Geschehen. Auch sie hatte bereits zwei Weltkriege überlebt und ertrug Schicksalsschläge seither mit Fassung. Geübt, als hätte sie es schon Hunderte Male ertragen müssen.

Hauptkommissar Rottmann riss sich von diesem Anblick los und gab Günther Hagemann mit einem Kopfnicken zu verstehen, von ihm unterrichtet werden zu wollen. Günther Hagemann ließ den Kopf von Horst Krieger sanft wieder zurück auf die Fliesen gleiten, zog seine blutverschmierten Einweg-Handschuhe aus und stand auf. Mit langen Schritten setzte er sich über die Reste des Treppengeländers hinweg in Richtung seines Kollegen in Bewegung.
„Hallo Günther, was haben wir?“
Polizeihauptmeister Hagemann zog sich den Mundschutz herunter.
„Was ich bisher sagen kann, ist, dass Horst offenbar das Geländer durchbrach und in die Eingangshalle herunter gestürzt ist. Bei seinem Gewicht, gepaart mit seiner Unsportlichkeit, hatte er keine Chance. Wenn er etwas trainierter gewesen wäre, hätte er sich wahrscheinlich auch sämtliche Knochen gebrochen, wäre aber vielleicht nicht daran gestorben.“
„Fremdeinwirkung?“
„Nicht auszuschließen.“
Günther Hagemann deutete mit einem kurzen Blick auf den Treppenabsatz und sprach weiter.
„Frau Mayr dort glaubt jedenfalls, zur Tatzeit eine fremde Person aus dem Haus laufen gesehen zu haben.“
„Scheiße.“
„So ist es.“
Jörg Rottmann klopfte Günther Hagemann freundschaftlich auf die Schulter und wendete sich ab. Der Polizeihauptmeister ging wieder an seine Arbeit.
Mit drei schnellen Schritten eilte Jörg Rottmann die Treppenstufen hinauf auf den Treppenabsatz und stand plötzlich vor Ruth Mayr. Die unterdrückte ihr Missfallen über diese ihrer Meinung nach der Situation völlig unangemessene Hast und reichte Hauptkommissar Rottmann ihre von Gicht und Altersflecken gezeichnete Hand zur Begrüßung.
„Rottmann, Hauptkommissar“, stellte er sich vor. „Ich untersuche den Tod meines Kollegen Hauptkommissar Krieger.“
„Angenehm. Ruth Mayr. Ich wohne im zweiten Stock.“
Blitzlichter von Günther Hagemanns Fotoapparat erhellten ihr Gesicht. Ruhig schaute sie ihrem Gegenüber in die Augen. Dabei blinzelte sie nicht ein einziges Mal. Ruth Mayr stand nur dort und wartete geduldig, während dieser ungestüme Kommissar vor ihr nach seiner ersten Frage suchte. Sie wusste noch, was sich gehört.
„Ja, äh, Sie haben jemanden aus dem Haus laufen sehen?“
„Einen jungen Mann. Ich würde ihn nicht wiedererkennen, dafür sind meine Augen zu schlecht, aber seinen Bewegungen nach zu urteilen, war er jung. Ich denke, schlank. Nicht sehr groß. Dunkle Hose, helle Jacke. Das war kurz nach dem entsetzlichen Lärm im Treppenhaus. Ich blieb in meiner Wohnung und lauschte an der Tür. Dann ging ich zum Fenster und schaute auf die Straße hinunter. In meinem Alter handelt man besser besonnen. Ich laufe nicht mehr irgendwelchem Gesindel nach.“
„Das war sehr klug von Ihnen. Womöglich hätte dieser Mann Ihnen etwas angetan, und wir hätten jetzt weder einen Hinweis noch eine Beschreibung.“
Jetzt wurde ihr dieser Kommissar etwas sympathischer. Erstaunt stellte Ruth Mayr fest, dass sie trotz ihres hohen Alters für Schmeicheleien immer noch empfänglich war.
„Wann genau haben Sie den Mann gesehen?“
„Vor etwas mehr als einer Stunde. Ich bin dann gleich hinuntergegangen und wollte schauen, ob Herr Krieger zu Hause ist. Nachdem ich ihn gefunden hatte, habe ich sofort die Polizei angerufen.“
“Wohnen noch weitere Personen in diesem Haus?“
„Ja, der Herr Forster im Erdgeschoss. Aber der arbeitet im Außendienst und ist selten zu Hause. Er scheint auch jetzt nicht da zu sein. Ich habe vorhin bei ihm geklingelt, aber es hat niemand geöffnet. Ist es nicht seltsam? In diesem Haus leben wir alle alleinstehend.“
„Lebten“, verbesserte Ruth Mayr sich mit einem Seitenblick auf die Leiche von Horst Krieger.
Jörg Rottmann beschloss, sich um diesen Forster später zu kümmern. Jetzt wollte er die Wohnung von Horst Krieger sehen.
Nachdem er in seiner Jackentasche eine Visitenkarte gefunden hatte, verabschiedete er sich von der alten Dame.
„Gut, Frau Mayr. Sie haben mir sehr geholfen. Hier ist meine Karte. Wenn Ihnen noch etwas einfällt, können Sie mich ja anrufen.“
In Hauptkommissar Rottmanns Kopf arbeitete es bereits.
Wer könnte diese unbekannte Person gewesen sein? Hatte sie etwas mit Horst Kriegers Tod zu tun? Konnte sie vielleicht Informationen liefern, die zur Aufklärung des Falles beitrugen? Vielleicht fand er einen Hinweis in Kriegers Wohnung. (mehr …)

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Notebook-1Meine Rezensionen über Bücher von Kollegen erscheinen in diesem Blog vorerst mit einem größeren zeitlichen Abstand, weil ich derzeit sehr viel kriminalistische Fachliteratur lesen muss. Ich habe mir etliche Bände bestellt. Unter anderem Grundlagen der Kriminalistik, Spurensicherung, Polizei- und Kriminalpsychologie, Rechtsmedizin, Kriminaltechnik. Schließlich sollen ja meine Beschreibungen der Arbeit einer Kommissarin Christine Bernard oder eines Hauptkommissars Thorsten Kluge nicht aus der Luft gegriffen sein.

Sobald ich diesen Stapel Bücher gelesen habe, freue ich mich auf eine kleine Simon Beckett Serie (siehe rechte Spalte „Ich freu mich auf“). Man soll ja immer auch lesen, was andere Autoren des gleichen Genres so schreiben.

Mein Psychokrimi „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön“ wird sehr gut angenommen. Darüber freue ich mich sehr. Vor allem freuen mich die durchweg guten Rezensionen bei Amazon und auf Bücherblogs.

Meine Arbeit am Manuskript „Atemlos II“ schreitet voran. Sollte es so weiter gehen, kann ich den Erscheinungstermin vorverlegen. Ich will nicht pressen, aber es könnte noch 2014 sein.

Jo, was gab es noch? Ich habe eine Woche Urlaub gemacht und nur an einem einzigen Tag etwas geschrieben. Ich war total runtergerockt und brauchte Erholung. Ein wenig macht mir auch das sommerliche Wetter zu schaffen. Ich hasse diese Hitze. Naja, wenigstens bewegt man sich beim Schreiben hinter heruntergelassenen Rollläden kaum.

Von Kontor New Media haben ich meine erste Abrechnung erhalten. Erstaunlich, dass die Umsätze aller Online-Shops zusammen nicht einmal annähernd die Verkaufszahlen von Amazon erreichen. Ich hoffe, das ändert sich nach meinem Wechsel zu BookRix. Obwohl mich dort der kürzliche Einstieg von Bastei-Lübbe stört. Die mir bekannten Konzernplattformen, ausgenommen Amazon, erscheinen mir teuer, unflexibel, überreglementiert und zu sehr an den kommerziellen Zielen der Eigentümer ausgerichtet. Die Interessen der Autoren bleiben dahinter zurück. Aber ich will nicht vorgreifen und mir BookRix ab Ende 2014 erst mal ansehen. Deren Angebot und die Erfahrungen von Kollegen klingen zumindest vielversprechend. Deswegen hatte ich den Wechsel von Kontor New Media zu BookRix ja beschlossen. Ich werde berichten.

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Cover-Siebenschön-ACABUS-200Psychokrimi: Eigentlich handelt es sich nur um eine Befragung zu einer Vermisstenanzeige. Doch der Selbstversorger Hartmut Schröder verwickelt sich in Widersprüche. Nicht nur seine Frau wurde seit Wochen von den Nachbarn in dem kleinen Dorf nicht mehr gesehen, auch seine sechs Kinder sind offenbar verschwunden. Kommissarin Bernard spürt, dass unter der Oberfläche dieses verstockten Landwirts etwas Unfassbares auf sie wartet. Kriminalhauptkommissar Thorsten Kluge übernimmt den Fall. Die junge Kommissarin ist erleichtert, sich nicht mehr mit diesem düsteren Menschen befassen zu müssen. Doch Hartmut Schröder schweigt und fordert, dass Kommissarin Bernard die Vernehmung fortsetzt. Nachdem sie ihm wieder gegenübersitzt, beginnt eine beispiellose Achterbahnfahrt in die Abgründe der menschlichen Seele.

Eine Frau, ihre sechs Töchter und ein verzweifelter Mann. Sieben Tage Verhör und ein schrecklicher Verdacht. Wo sind Andrea Schröder und ihre Kinder? Leben sie noch? Unter Einsatz ihres eigenen Lebens treibt eine junge Kommissarin der Trierer Polizei die Ermittlungen voran und versucht, einem psychisch auffälligen und gewalttätigen Sonderling die dringend benötigten Informationen abzuringen. Ein spannender Psychokrimi nicht nur für Genre-Fans.

buch-kaufen4Taschenbuch (284 Seiten, ISBN: 978-3862823529)

E-Book (ASIN: B00YP6L47I)

Das Taschenbuch wird auch im Regionalladen “Sinnessachen” im Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf zum Kauf angeboten. In der Verbandsgemeindebücherei im „Haus der Begegnung“ und in der Stadtbibliothek-Trier kann es ausgeliehen werden.

Hier gibt es eine Leseprobe: Regennächte. Eine Katzenwäsche für eine schmutzige Welt

Oder vorlesen lassen. Eine Hörprobe:

Update 22.02.2014 Der Buchtrailer zu “Christine Bernard – Der Fall Siebenschön” ist fertig:

Ebenfalls in dieser Reihe erschienen:

Cover-Eisrosenkindcover-feind-120

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Cover-Siebenschön-ACABUS„Christine Bernard – Der Fall Siebenschön“ ist mein erster Psychokrimi und Auftakt zu einer Serie.
Ich habe mich in das Team des K1 der Trierer Polizei so sehr hineingeschrieben, dass ich diese „neuen Freunde“ nicht mehr missen möchte.
Christine Bernard und ihre Kollegen werden also künftig öfter ermitteln müssen.

Textprobe aus: Christine Bernard – Der Fall Siebenschön
Regennächte. Eine Katzenwäsche für eine schmutzige Welt. Eine Welt, die nicht mehr zu retten ist. Da war sie sich sicher. Doch sie stand wenigstens auf der richtigen Seite. Von dort konnte sie sich all den Schmutz dieser Welt genau ansehen.
Leben heißt leiden, hatte sie in einer ihrer vielen schlaflosen Nächte in einem Roman gelesen. Ob der gut versorgte Bestseller-Autor überhaupt wusste, was das war? Leiden?
In der vergangenen Nacht hatte Christine Bernard endlich wieder einmal gut geschlafen. Am Abend trommelte sie ein lang anhaltender kräftiger Regen in den Schlaf. Die frühen Vögel am Morgen hatten sie in den Tag gesungen.
So erholt, wie schon seit langer Zeit nicht mehr, schummelte die junge Kriminalkommissarin ihren weißen Renault Mégane an diesem sonnigen Morgen durch den Berufsverkehr.
Losfahren, Vorfahrt nehmen und gleichzeitig halb dankend, halb entschuldigend die Hand heben und darauf achten, dem Überlisteten ein Lächeln aus ihrem hübschen von langen dunklen Haaren umgebenen Gesicht zu schenken.
Das klappte nicht immer. Manche Autofahrer hupten, fluchten oder beschwerten sich auf andere Weise über diese kleine charmante Unverschämtheit. Junge Frauen fast immer, junge Männer vereinzelt. Alle anderen ergaben sich meist der forschen Fahrweise dieser unbekannten Schönen. Fahrertraining. Polizeischule. Trotzdem hätte sie sich an so manchem Morgen ihren Weg durch den Berufsverkehr liebend gerne mit aufgesetztem Blaulicht gebahnt. Aber zu privaten Zwecken war das streng verboten. Auch wenn es kein Geheimnis war, dass die Kollegen Kluge und Rottmann in dringenden Fällen schon mal mit Sondersignal und Blaulicht Bier holen fahren.
Der baldige Beginn einer Fernsehübertragung eines Fußball-Länderspiels war für die beiden so ein dringender Fall. Schon zwei Mal mussten sie deswegen in Josef Weinigs Büro antreten und sich ihre Abmahnungen abholen. Kopie in die Personalakte. Da versteht der Herr Kriminaldirektor keinen Spaß. Der interessiert sich nicht für Fußball. Der geht lieber Kegeln.
Seine undisziplinierten Kriminalhauptkommissare verpflichtete er beide Male auch gleich zu einer der wenig beliebten Sitzungen bei Polizeipsychologin Karin Vollmer. Die Vollmer und der Rottmann konnten sich nicht ausstehen. Nach Karin Vollmers persönlicher Meinung war KHK Jörg Rottmann weder zum Tragen einer Waffe noch zum Steuern eines üppig motorisierten Dienstwagens geeignet. Aber mit diesem vernichtenden Urteil seine Karriere beenden? Nein, das wollte sie auch nicht. Also schrammte Rüpel Rottmann immer gerade so an einer Suspendierung vorbei.
Und Kluge?
Kommissarin Bernards Partner Kriminalhauptkommissar Torsten Kluge war ein Durchschummler. So ein weicher Typ, der sich an jedem Hindernis vorbeimogeln konnte. So hatte er es bis zum Hauptkommissar geschafft.
Christine Bernard unterbrach die geistige Betrachtung ihrer beiden so unterschiedlichen Kollegen und blickte amüsiert auf ihre neue Armbanduhr. Sie liebte diese großen weißen Plastikuhren, wie sie jetzt modern waren. Auf ihrer dunklen Haut wirkte die helle Uhr besonders auffallend.
Den braunen Teint hatte sie von ihrer Mutter, einer stolzen Portugiesin.
Die Erinnerung an ihre schöne Mutter trübten für einen Moment Christine Bernards Gesichtszüge ein. Der lange, schwere Kampf gegen den Krebs hatte von der attraktiven Frau wenig übrig gelassen. Als sie starb, war es für alle Betroffenen eine Erlösung. Außer für Vater. Er folgte ihr wenige Wochen später. Aus Gram. Davon war Christine Bernard fest überzeugt.
Papa war Luxemburger und nahe der französischen Grenze aufgewachsen. Groß, schlank. In jungen Jahren dunkelhaarig, später grau. Immer charmant und elegant und das Leben liebend.
Nach Christines Geburt zog er mit seiner jungen Familie nach Deutschland. Ihm zu Ehren verwies Christine Bernard immer gerne auf ihre frankophilen Wurzeln und wurde nicht müde, darauf hinzuweisen, dass ihr Vorname und ihr Nachname bitte wie im Französischen üblich ohne die abschließenden Buchstaben ausgesprochen werden.
Christin‘ Bernar‘ klang viel weicher, und sie hörte es lieber, als ihren deutschen Namen. Bescherte es ihr doch immer ein kurzes Andenken an ihren liebevollen Vater.
Und als ob es nicht schon genug des Leidens gewesen wäre, seine Eltern in so kurzer Zeit hintereinander zu verlieren, verließ Frank sie. Einfach Schluss gemacht, per SMS.
Sie hatte ihn zwar noch zu einem letzten Gespräch in ihrer Wohnung bewegen können, aber sein Entschluss stand fest. Seit Wochen. Daran bestand für sie kein Zweifel. All diese vielen Vorwürfe, chronologisch sortiert und zurechtgelegt. Was sie wann und wo falsch gemacht hatte und wie sehr es ihn störte.
Frank wusste, dass sie ihn nicht so einfach gehen lassen würde und hatte sich gut vorbereitet. Sie klangen wie ein Vortrag, seine Antworten, auf ihre Fragen nach dem Warum.
Die Suche nach einem freien Parkplatz vor der Kriminaldirektion verscheuchte Christine Bernards böse Erinnerungen. Jetzt hatte sie eine neue Wohnung und einen neuen Job in Trier. Alles auf Anfang. Zurück auf Los.
Auf ihrem Weg über den Parkplatz, hinein in das große rote Backsteingebäude, spürte sie den leichten kühlen Wind und die wärmenden Sonnenstrahlen des Septembermorgens auf ihrer Haut. Sie wich den letzten Pfützen aus, die der Nachtregen hinterlassen hatte. Es roch nach feuchtem Asphalt.
Christine Bernards attraktives Äußeres brachte ihr zwar gewisse Sympathien bei den Kollegen ein, aber die Kehrseite war ein unangenehmes, sie immer wieder beschleichendes Gefühl, im Kommissariat 1 der Trierer Kriminalpolizei nicht ganz ernst genommen zu werden.
Besonders in den ersten Wochen nach ihrem Dienstantritt spürte sie die Distanz zu den neuen Kollegen sehr deutlich.
Natürlich war sie noch nicht so erfahren, wie die altehrwürdigen Hauptkommissare des K1. Allen voran Jörg Rottmann, der sie mehr als Kaffeehäschen sah, anstatt als Kollegin auf Augenhöhe.
Doch dann hatte Staatsanwalt Walter Lorscheider plötzlich einen Narren an der jungen Kommissarin gefressen. Warum auch immer. Den Grund kannte Christine Bernard nicht.
Vielleicht hatte ihr Ex-Chef aus der Kriminalinspektion Wittlich ein gutes Wort für sie eingelegt oder sie hatte Vatergefühle bei Lorscheider ausgelöst. Das arme Mädchen ohne Eltern und ohne Mann im Haus.
Durch die schützende Hand von Walter Lorscheider war sie im K1 die Kollegin Kommissarin, auch wenn sich der Chauvinist Rottmann immer noch einredete, dass sie für den Kaffee zuständig sei.
Lorscheiders junge Lieblings-Kommissarin verzichtete auf die Nutzung des Aufzugs und nahm die Treppe. Zwei Stufen gleichzeitig. Im vierten Stock war sie doch ein wenig außer Atem und lief Staatsanwalt Lorscheider direkt in die Arme.
„Guten Morgen, Frau Kommissarin. Stürmisch und entschlossen voran. Immer wieder ein Vergnügen zu sehen, was wir doch für engagierte Kolleginnen im K1 haben.“
Lächelnd stand Walter Lorscheider vor ihr, und seine Mimik und Gestik verrieten Christine Bernard, dass er seine Komplimente durchaus ernst meinte. Sie lächelte zurück.
„Guten Morgen, Herr Staatsanwalt.“ Dann quietschten die Sohlen ihrer flachen Schuhe über den Boden des Ganges in Richtung ihres Büros. Auf ihrem Rücken glaubte sie, die Blicke von Walter Lorscheider zu spüren. Doch als sie die Bürotür öffnete und dabei einen kurzen Blick in seine Richtung riskierte, war er bereits verschwunden.
Wieder eine Begegnung, bei der es ihr nicht gelang, Staatsanwalt Lorscheiders Verhalten endgültig einzuordnen. Entweder würde sie irgendwann heilfroh sein, in seinen Gunsten zu stehen, oder sie würde es bitter bereuen. So viel war sicher. Bis dahin empfand sie Walter Lorscheiders schützende Hand über sich nicht als unangenehm.
Christine Bernard teilte sich das Büro mit Hauptkommissar Torsten Kluge. Die beiden waren ein Team.
Während die Deckenbeleuchtung nach einem kurzen Druck auf den Lichtschalter flackernd ihren Dienst aufnahm, stieg der jungen Kommissarin der Geruch von Putzmittel, Druckertoner und Akten in die Nase. Sie öffnete eines der großen Fenster weit und schaute auf den Bahnhofsvorplatz hinunter.
Das Gebäude der Kriminaldirektion stand in einem rechten Winkel zu den Bahngleisen und war eines der höchsten Gebäude in der näheren Umgebung.
Reisende, gefolgt von Koffern auf Rädern oder mit Rucksäcken auf dem Rücken, überquerten den großen Platz auf ihrem Weg irgendwohin.
Eine Gruppe Schüler stieg in einen bereitstehenden Linienbus ein. Aus einem anderen Bus stiegen johlend welche aus. Reges Treiben. Abfahrende Busse ließen Dieselwolken stehen. Taxis eilten davon oder stellten sich in der Schlange der wartenden Kollegen hinten wieder an.
Haltende und wieder anfahrende Autos. Der Straßenlärm drang nur gedämpft bis in diese Höhe empor. (mehr …)

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