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Christine Bernard – Die Legende vom bösen Wolf“ ist der vierte Roman meiner Krimiserie um die sympathische junge Kommissarin und das Ermittlerteam des K1 der Kriminalpolizei aus Trier. Wieder greife ich darin ein aktuelles Thema auf, dass die Menschen derzeit beschäftig. Die Rückkehr des Wolfs in unsere Wälder.
Alle Bände der Serie sind in sich abgeschlossen und können ohne Kenntnis der anderen Ausgaben gelesen werden. Gleichzeitig wird die Geschichte und die Entwicklung aller Figuren weitererzählt.

Textprobe aus: Christine Bernard – Die Legende vom bösen Wolf

Der klagende Ruf der einsamen Krähe wäre nicht nötig gewesen. Die Szenerie an diesem frühen Vormittag war gespenstisch genug.
Gestalten in abgestuftem Grau stapften schweigend durch den wabernden Dunst. Hier ein Murmeln. Dort ein Flüstern. Hin und wieder ein verhaltener Fluch. Jemand hustete leise.
Die Kälte der eisigen Nacht hatte sich nicht vertreiben lassen. Von wem auch? Die Sonne mühte sich seit Stunden durch den zähen Bodennebel. Der hatte das Land am Morgen mit Reif überzogen und gleichmäßig in ein grelles Weiß getaucht.
Dort wo die Sonne eine Schlacht gewann, tropfte es aus den Kronen der alten Buchen herab, von denen man nur ein kurzes Stück ihrer mächtigen Stämme sehen konnte. Der Rest des Waldes verschwand nach ein paar Metern im zähen Nebeldunst, der die von der Sonne gerissenen Lücken in seinen Reihen eilig schloss.
Ein dunkler Wagen tastete sich heran. Seine unteren Scheinwerfer glitten dicht über den Boden hinweg. Feinste Wassertröpfchen tanzten in den Lichtstrahlen. Vor dem Absperrband hielt er an. Der Motor wurde abgestellt. Die Scheinwerfer erloschen.
Eine junge Frau mit langen, dunklen Haaren und ein etwas größerer, grimmig dreinblickender Mann stiegen aus und warfen die Türen zu. Sofort legte sich die Morgenkühle wie ein Netz auf ihre Gesichtshaut. Dann schoben sie sich unter dem Flatterband hindurch und ließen zwei frierende Besucher des Tierparks dahinter zurück.
Eine der helleren Gestalten löste sich von einer Gruppe Dunkelgrauer und ging den Neuankömmlingen entgegen.
„Scheiße, ist das kalt heute“, beschwerte sich der mit einer kurzen Lederjacke bekleidete Hauptkommissar und rieb seine Hände aneinander.
„Das fühlt sich kälter an, als es ist. Kommt durch die Feuchtigkeit in der Luft“, belehrte der Polizeihauptmeister der Spurensicherung seinen Kollegen und zog sich die Kapuze vom Kopf. Nass fiel ihm das zerzauste Haar in dunklen Strähnen ins Gesicht. Die feinen Wassertröpfchen im Nebel benetzten eben nicht nur den Wald und die Landschaft.
„Was ist passiert?“, erkundigte sich die junge Kollegin und schaute Günther Hagemann erwartungsvoll an.
„Haben euch die Kollegen vom Kriminaldauerdienst nicht informiert?“
„Nur über einen Leichenfund im Tierpark.“
„Ha! Der war gut“, platze es aus Polizeihauptmeister Hagemann in ungewohnter Weise heraus. „Ich wäre froh, wenn wir so etwas wie eine Leiche hätten.“
„Also keine Leiche?“, runzelte Kommissarin Bernard ihre Stirn und zog den Reißverschluss ihrer Jacke komplett zu.
„Nur Stücke davon. Die Reste eines Arms und Teile des Schädels haben wir sichern können. Alles andere ist weg.“
„Vergraben?“ (mehr …)

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Textprobe aus:Handbuch zur Rettung der Welt

„Schaue nicht nach Westen, schaue nach Osten. Dort geht jeden Morgen eine neue Sonne auf.“

Mila
Die brachiale Wucht des Aufpralls hätte sie beinahe umgeworfen. Vor Schreck blieb sie wie erstarrt stehen. „Kannibalen!“, schoss ihr sofort ein Verdacht durch den Kopf. Sie hatte schon davon gehört.
Vor wenigen Sekunden erst hatte sie das Buch im Mauerschutt des zerstörten Gebäudes gefunden und fasziniert von Staub und Sand befreit. Gab es wirklich einmal Menschen, die so dicke Bücher schreiben konnten? Das musste sehr lange her sein.
Schon seit Wochen durchstöberte sie den Schutt zusammengefallener Häuser, sie brauchte dringend neue Kleidung. Also streunte sie vorsichtig durch die Trümmerlandschaft und suchte nach Schuhen, Hosen, Jacken und Pullovern. Immer mit höchster Aufmerksamkeit für ihre gefährliche Umgebung.
Doch nun hatte das silbern glänzende Geschoss den Buchdeckel durchschlagen, und steckte tief in den Seiten. Als sie das Zischen des Bolzens hörte, war es schon zu spät.
Das Buch hatte ihr soeben das Leben gerettet. Dank der paar Zentimeter Papier in ihren Händen würde sie morgen tatsächlich 16 Jahre alt werden. Wenn sie bis dahin nicht noch einmal einen Fehler beging. Ein fürstliches Alter in schrecklichen Zeiten. (mehr …)

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cover-feind-120Christine Bernard – Der unsichtbare Feind“ ist der dritte Roman meiner Krimiserie um die sympathische junge Kommissarin und das Ermittlerteam des K1 der Kriminalpolizei aus Trier. Alle Bände der Serie sind in sich abgeschlossen und können ohne Kenntnis der anderen Ausgaben gelesen werden. Gleichzeitig wird die Geschichte und die Entwicklung aller Figuren weitererzählt.

Textprobe aus: Christine Bernard – Der unsichtbare Feind
Schwer drückten die tief hängenden dunkelgrauen Wolken auf die Stadt. Dicke, nasse Schneeflocken stürzten sich auf die Windschutzscheibe. Beide Wischblätter waren vereist und zogen breite Grieselstreifen über das Glas.
Christine Bernard stellte das Radio lauter und hielt ihre klammen Finger in den warmen Luftstrom der Heizung.
Der Wetterdienst meldete seit Tagen ergiebige Niederschläge. Trier schien im Schnee zu versinken. Ein freundliches Hochdruckgebiet war vorerst nicht in Sicht.

Mit einem Seitenblick musterte sie das Profil ihrer Kollegin. Tanja Rieger steuerte den Dienstwagen gelassen durch das Wetterchaos.
Sie liefen auf ein Räumfahrzeug auf. Grell zuckte das orangene Licht der rotierenden Rundumleuchte am Heck des Fahrzeugs über ihre Gesichter. Streusalz rieselte gegen die Karosserie. Tanja vergrößerte den Abstand.
Ein Stadtbus drängelte sich in die Lücke. Sie bremste hart, das Antiblockiersystem des BMWs sprach knirschend an, aber sie ließ sich ihre Verärgerung nicht anmerken.
Kommissarin Bernard hätte gehupt und geflucht. Bestimmt. An diesem Morgen auf jeden Fall. Es war nasskalt und windig und ihnen stand ein unangenehmer Einsatz bevor. Die Kollegen aus dem Kommissariat 3, Rauschgiftdelikte, hatten Verstärkung für eine Festnahme angefordert.
Christine Bernard hasste Festnahmen in der Drogenszene. Diebe, Räuber und Mörder waren bereits schwer einzuschätzen. Aber diese durchgeknallten Drogentypen waren unberechenbar und bildeten für sie den Bodensatz der Gesellschaft.
Die hatten nichts zu verlieren. Nicht selten eskalierten Festnahmen in diesem Milieu, und es bestand die Gefahr, dass man die Kontrolle über einen Einsatz verlor.
Während eines solchen Einsatzes in ihrer alten Dienststelle in Wittlich hätte ihr ein Junkie einmal beinahe seine blutverschmierte Spritze in den Bauch gerammt.

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Cover-Eisrosenkind„Christine Bernard – Das Eisrosenkind“ ist der zweite Roman meiner Krimiserie um die sympathische junge Kommissarin und das Ermittlerteam des K1 der Kriminalpolizei aus Trier. Alle Bände der Serie sind in sich abgeschlossen und können ohne Kenntnis der anderen Ausgaben gelesen werden. Gleichzeitig wird die Geschichte und die Entwicklung aller Figuren weitererzählt.

Textprobe aus: „Christine Bernard – Das Eisrosenkind
An den Anblick von Streifenwagen vor dem Haus waren die Bewohner der heruntergekommenen Siedlung gewöhnt.
Keiner der Mieter in den langen Wohnblöcken mit dem vergilbten, rissigen Putz und den vielen nachlässig montierten Satellitenschüsseln an der Fassade machte sich die Mühe, einen längeren Blick aus dem Fenster zu werfen. Für das Geschehen vor dem Gebäude gegenüber interessierte sich niemand.
Was sollte auch schon passiert sein? Sicher hatte irgendein missratener Sprössling aus der Nachbarschaft in einem Supermarkt wieder einmal zugegriffen. Jetzt wurde er wahrscheinlich abgeholt, vernommen und wieder heimgeschickt. In ein paar Wochen brummte man ihm ein paar Sozialstunden auf. Das war’s. Ein kurzer Blick aus dem Fenster, auf dem Weg vom Fernsehsessel zum Kühlschrank, musste an Aufmerksamkeit für die Nachbarn genügen. Den weißen Renault, der sich eine halbe Stunde später hinter den Streifenwagen schob, bemerkte niemand mehr.

Kommissarin Bernard klingelte bei „Lemke“ und drückte nach einem leisen Summen die Tür auf. Im Treppenhaus roch es nach feuchtem Keller und Küchendünsten.
Margit Lemke bewohnte mit ihrer Tochter das Hochparterre auf der rechten Seite. Eine junge Polizeimeisterin stand in der Tür, erwiderte Christine Bernards Gruß, nickte den ihr entgegen gehaltenen Dienstausweis ab und stellte sich leise vor.
„Polizeimeisterin Röhm.“
Christine Bernard trat in den Flur der Wohnung und drückte die Wohnungstür hinter sich zu.
Zigarettenrauch stand in der Luft. Aus einem Raum am Ende des Flurs hörte sie ein Wimmern und die beruhigende Stimme eines Mannes.
„Mein Kollege“, erklärte Polizeimeisterin Röhm.
Kommissarin Bernard nickte stumm.
„Was ist passiert?“
„Margit Lemke vermisst ihre achtjährige Tochter Rosalia seit etwa 18.00 Uhr. Das Kind sollte von der Nachbarin aus dem Kinderhort abgeholt werden und dann den Abend bei der alten Dame verbringen, bis Margit Lemke von der Arbeit zurück ist. Frau Rosin ist im Ruhestand. Sie war Lehrerin an einer Grundschule. Sie wohnt in diesem Haus auf der gleichen Etage.
Der Hort liegt keine hundert Meter von hier entfernt. Rosalia war nicht dort. Frau Rosin hat Frau Lemke verständigt, die konnte aber ihren Arbeitsplatz nicht verlassen. Sie hat sich vergeblich um eine Vertretung bemüht.
Die Vermisstenmeldung ging um 20:45 Uhr bei uns ein. Wir haben Frau Lemke um 22:00 Uhr von ihrer Arbeitsstelle abgeholt und nach Hause gefahren. Frau Lemke hat ein paar Mal mit Nachbarn und Eltern anderer Kinder telefoniert, aber niemand hat Rosalia gesehen.“
„Der Vater?“
„Arbeitet hier in Trier in einer Zigarettenfabrik. Seine Spätschicht war um 22:00 Uhr beendet. Er geht aber nicht an sein Telefon.“
„Oma und Opa?“
„Wohnen in Rostock. Zu weit weg.“
„Onkel? Tanten?“
„Kein Kontakt.“
„Wurde die nähere Umgebung abgesucht? Keller? Dachboden? Spielplätze? Das Schulgelände? Versteckmöglichkeiten? Wurden Nachbarskinder schon befragt? Ist heute Abend ein Notruf eingegangen, der dem vermissten Kind zugeordnet werden könnte?“
„Polizeimeisterin Röhm nickte mehrmals und schüttelte zum Schluss ihren Kopf.“
„Fahndung eingeleitet?“
„Ja. Hat der KDD bereits gemacht. Personenfahndung, Öffentlichkeitsfahndung und zwei Personenspürhunde. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera ist unterwegs.“
„Mitfahndungsersuchen an das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr für Beleuchtung in Parkanlagen und am Moselufer ist raus? Das Rote Kreuz für die Abfrage der Ärzte-Notdienste und der Krankenhäuser ist eingebunden?“
Polizeimeisterin Röhm nickte bestätigend.
Kommissarin Bernard atmete durch und betrat das Wohnzimmer.

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audiolesungenTextproben aus meinen Büchern kann man ab sofort nicht nur lesen, sondern auch hören. Ich stelle zu jedem Buch eine Hörprobe zur Verfügung. Wer sich also lieber vorlesen lässt. Bitte sehr.

Als Audioformat habe ich mich für Youtube-Videos mit Standbild entschieden, weil diese Dateien mit den üblichen Web-Browsern problemlos abgespielt werden können und sie sich wunderbar in andere Web-Inhalte einbetten lassen.

Audiolesung aus: „Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt


Audiolesung aus: „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön

Audiolesung aus: „Das Leben und Sterben des Jason Wunderlich

Audiolesung aus: „Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein

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