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Posts Tagged ‘Kindle Edition’

Roman, 2. überarbeitete Ausgabe: Der größte Friedhof ist der Friedhof der Träume und Hoffnungen. Seine unsichtbaren Gräber bedecken jeden Winkel dieser Welt.

Jason Wunderlich wurde nicht geboren, er wurde hervor gezerrt in ein Leben voller Mühsal, Enttäuschungen und widrigen Umständen.
Jeder soll nur so viel auferlegt bekommen, wie er tragen kann, heißt es. Doch bei Jason funktioniert das nicht. Er trifft eine folgenschwere Entscheidung und muss feststellen, dass im Himmel auch nicht alles glatt läuft. Dort hat man seine Akte verlegt. Jason muss mit dem Sterben warten.
Am Ende seines Lebens liegt er hilflos und schwerst verletzt in einem Weinberg und hat alle Zeit der Welt, uns und seinem schmierigen „Umzugshelfer“ Benicio aus seinem Leben zu berichten. In seiner Unbeweglichkeit belauscht und beobachtet Jason vier lange Tage und Nächte seine Umgebung, während Benicio Jasons Akte sucht und die „Kleine“ aus der Verwaltung anbaggert.

Jason erinnert sich an die Menschen in seinem Leben, an seine Kindheit, seine Jugend, seine getroffenen Entscheidungen und an das, was er mal wollte und an all das, was er sich ganz anders gewünscht hat.

Was bereut man am Ende mehr? Das, was man im Leben getan hat oder jenes, was man unterließ?
Was hast du aus den Talenten gemacht, die Gott dir auf deinen Weg mitgab?

Zwei Erntehelferinnen arbeiten nicht weit von Jason entfernt. Werden sie ihn entdecken? Aber was dann? Reha? Ein Leben im Rollstuhl? Jason will nicht gerettet werden. Er möchte endlich sterben.

Jasons Erinnerungen taumeln durch die Stunden zwischen Wachen und Bewusstlosigkeit. Unfähig, sich zu bewegen oder auf sich aufmerksam zu machen, ist er seiner Umgebung und ihren Gefahren schutzlos ausgeliefert.

Jason ist unendlich müde, kann sich nicht mehr konzentrieren. Es regnet. Dann wird er gefunden. Von einer Traubenleserin. Mit letzter Kraft sieht Jason in ihre schönen Augen. Dann stürzt sie davon, um Hilfe zu holen.
Ein Roman über die Last des Lebens, unerfüllte Träume und verlorene Hoffnung.

buch-kaufen4Taschenbuch (292 Seiten, ISBN: 978-3740732332)

eBook (ISBN: 978-3740719562)

Hier gibt es eine Leseprobe: Lebenspläne – Sandburgen, bis die Flut kommt

Oder vorlesen lassen. Eine Hörprobe:

Update 24.11.2012 Weitere Informationen zu meinem Roman „Das Leben und Sterben des Jason Wunderlich“:

„In einem kühlen Grunde“ von Joseph von Eichendorff (1788-1857).
Während Jason seiner Umgebung hilflos ausgeliefert ist, lauscht und beobachtet er, was um ihn herum geschieht. Aus der Ferne trägt der Wind die Stimmen einer Chorprobe aus dem nahegelegenen Ort heran. Jason erkennt das Musikstück und singt es stumm mit.
Wer dieses Lied nicht kennt, kann sich hier ein YouTube Video dazu anhören, vorgetragen von dem wunderbaren Max Raabe.

„Die Regenballade“ von Ina Seidel (1885-1974).
4.Tag. Es regnet. Jason liebte Regentage. Nur lag er dann nicht bewegungslos und schwerst verletzt im nassen Gras. Wasser durchweicht seine Kleidung. Er denkt an seine Kindheit. Gedichte aufsagen, vor dem Zubettgehen. Dieses eine hat er nie vergessen.
Wer dieses Gedicht nicht kennt, kann sich hier ein YouTube Video dazu anhören, vorgetragen von dem unvergleichlichen Achim Reichel.

Update 07.01.2013 Der Buchtrailer zu „Das Leben und Sterben des Jason Wunderlich“ ist fertig:

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Michael E. Vieten - WalpurgisnachtMystery-Erzählung: Anläßlich der letzten Nacht im April empfiehlt sich meine Erzählung „Walpurgisnacht“ von selbst.

Den Verlust seiner geliebten Brigitta hat Gunnar Monate nach ihrem Tod immer noch nicht überwunden. Sie wurde in einer dunklen Regennacht auf einer einsamen Landstraße angefahren und verstarb noch am Unfallort. Nicht einmal Abschied konnte er von ihr nehmen. Doch er reißt sich zusammen, jeden Tag, und macht seine Arbeit. Nachdem Gunnar auf der Heimfahrt durch den Harz nachts eine junge Frau anfährt, bringt er sie und ihre drei Begleiterinnen nach Hause. In einer von ihnen glaubt er seine Brigitta wieder zu erkennen. Spielt ihm der Kummer um seine geliebte Frau einen Streich? Sie bietet Gunnar an, mit ihr und ihren drei seltsamen Begleiterinnen in dem abgelegenen Haus im Wald die Nacht zu verbringen. Was auch immer ihn dort erwartet. Gunnar ist zu allem bereit. Wenn er nur seine Brigitta noch einmal in den Armen halten darf und endlich Abschied von ihr nehmen kann.

Der Harz mit seinen urwüchsigen und naturbelassenen Wäldern ist besonders in der Walpurgisnacht, der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, ein mystischer Ort. In den Gemeinden brennen große Feuer. Die Harzer feiern diese Nacht und erinnern damit an die Geschichten von Hexen, die auf ihren Besen durch die Dunkelheit fliegen. Der Sage nach versammeln sich die Hexen in der Walpurgisnacht auf dem Hexentanzplatz bei Thale und fliegen dann auf den Brocken, um sich dort mit dem Teufel zu vermählen.

Michael E. Vieten - Aus der Zwischenwelt“Walpurgisnacht” ist eine Erzählung aus meiner Mystery-Serie „Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt„.
Geschichten von Menschen aus dem Diesseits mit Begegnungen aus dem Jenseits. Erhältlich als eBook und als Taschenbuch.

buch-kaufen4Taschenbuch
(258 Seiten, ISBN: 978-1-4825-8056-3)

eBook
(ISBN: 978-3-7368-5595-3)

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Cover-Atemlos1+2-200Ab sofort gibt es beide Atemlos Krimis von mir als E-Book-Doppelband zum Vorteilspreis. Der E-Book-Doppelband enthält die beiden Kriminalromane
Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein
und
Atemlos – Von des Todes zarter Hand
in ungekürzter Ausgabe.

Der E-Book-Doppelband ist bei Amazon, Thalia, iTunes, Weltbild, Google Play, ebook.de und vielen anderen Onlineshops  erhältlich.

buch-kaufen4E-Book
(ISBN: 978-3-7368-6068-1)

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cover-atemlos2-200Kriminalroman: Die Geschichte von Anna Nowak und Anselm Jünger geht weiter.

Hauptkommissar Matheo Anderssons Vorgesetzte im Landeskriminalamt Mainz hatten sich unmissverständlich ausgedrückt. Sie wollten auf keinen Fall eine „Bonnie & Clyde-Geschichte“ daraus werden lassen. Deswegen schickten sie ihren besten Mann.
Doch das flüchtende Verbrecherpärchen gerät völlig außer Kontrolle. Anna Nowak und Anselm Jünger ziehen auf ihrer wilden Flucht eine blutige Spur hinter sich her. Auch vor Geiselnahme schrecken sie nicht zurück. Dabei fällt ihnen Matheo Anderssons junge und unerfahrene Kollegin in die Hände. Ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Eine Ballade. Eine „Bonnie & Clyde-Geschichte“. Ein rasanter Krimi aus Trier.

„Atemlos – Von des Todes zarter Hand“ erzählt davon, wie schnell sich Ereignisse hochschaukeln können und eine Situation völlig außer Kontrolle gerät.

buch-kaufen4Taschenbuch (244 Seiten, ISBN: 978-1482616286)

E-Book (ISBN: 978-3-7368-6066-7)

Das eBook ist in allen bekannten Online-Shops verfügbar. Das Taschenbuch wird auch im Regionalladen “Sinnessachen” im Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf zum Kauf angeboten. In der Verbandsgemeindebücherei im „Haus der Begegnung“ und in der Stadtbibliothek-Trier kann es ausgeliehen werden.

Hier gibt es eine Leseprobe: Eine Bonnie and Clyde-Geschichte

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cover-atemlos2Die Geschichte von Anna Nowak und Anselm Jünger geht weiter. Kleiner Tipp für alle Fans von Christine Bernard: In „Atemlos – Von des Todes zarter Hand“ hat sie ihren ersten Auftritt in der Kriminaldirektion Trier.

Textprobe aus: Atemlos – Von des Todes zarter Hand

Rottmann ermittelt

„Verletzte Person. Nicht ansprechbar. Hoher Blutverlust. Fremdeinwirkung nicht auszuschließen. Arzt und Rettungsdienst bereits vor Ort.“
Solche Meldungen waren es nicht, die Jörg Rottmann die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. An schlechte Nachrichten war er als Hauptkommissar der Trierer Kriminalpolizei gewöhnt. Es war die übermittelte Adresse, die ein unbestimmtes Gefühl bei ihm hinterließ. Denn genau dort stand das Haus, in dem auch der schwergewichtige Kollege Hauptkommissar Horst Krieger seine Wohnung hatte.
Ohne Eile legte Jörg Rottmann den Hörer zurück auf das Telefon. Dieser „Kunde“ lief nicht mehr weg. Dienstschluss. Die Kollegen vom Kriminaldauerdienst würden sich um den Fall kümmern.
Die Neugier trieb ihn dann doch die Treppe hinunter, anstatt geduldig auf den Aufzug zu warten und gelassen nach Hause zu fahren.
Nach einem kräftigen Tritt auf das Gaspedal des schwarzen Dienst-BMW schoss der schwere Wagen vom Gelände der Kriminaldirektion Trier. Feierabendverkehr.
Berufspendler und alle die, die zu dieser Zeit besser zu Hause geblieben wären, verstopften die Straßen der Innenstadt. Hauptkommissar Rottmann verspürte eine beinahe unbändige Lust, das Blaulicht auf das Dach zu packen und sich mit eingeschaltetem Sondersignal seinen Weg zu bahnen. Aber das gäbe nur wieder Ärger mit dem Alten.
Bei seinem Vorgesetzten, Kriminaldirektor Josef Weinig, hatte er nicht mehr viele Steine im Brett und bei Staatsanwalt Walter Lorscheider schon gar nicht. Den beiden war der oftmals ruppige Hauptkommissar nicht selten zu forsch. Der wiederum verstand die ganze Aufregung um seine Person nicht. Er fand sich ganz okay.
Ganz okay fanden seine Vorgesetzten lediglich seine außerordentlich gute Ermittlungsarbeit. Aufgrund derer sie ihn bis auf Weiteres Dienstwagen und Waffe führen ließen, nicht ohne sich seine Eignung dazu von Polizeipsychologin Karin Vollmer bestätigen zu lassen. Was die, wenn auch schweren Herzens, immer wieder tat. Der Herr Hauptkommissar glaubte deshalb, einen guten Draht zu der schlanken spröden Rothaarigen zu haben. Frau Polizeipsychologin jedoch sprach ihm gegenüber immer wieder nur von einem dünnen Faden.

Jörg Rottmann geduldete sich also, schaute gelangweilt aus dem Seitenfenster seines Wagens und erinnerte sich an seinen vor Anstrengung schnaufenden Kollegen, wenn der die Treppe in den ersten Stock hinauf in seine Wohnung erklomm. Weshalb der Dicke sich nicht eine Wohnung im Parterre gesucht hatte oder wenigstens in ein Haus mit einem Aufzug gezogen war, verstand er nicht. Vielleicht ein Rest Sportsgeist, der jeden Tag an den hundertsechzig Kilo Körpergewicht scheitern musste.
Plötzlich tat ihm sein Kollege leid. Keine Frau, keine Kinder. Krieger lebte allein und war sich angeblich selbst genug. Privaten Kontakt zu Kollegen hatte er kaum. Sicher fühlte er sich einsam.
Bevor Hauptkommissar Rottmann seinen sentimentalen Gedanken gänzlich erliegen konnte und womöglich noch ein schlechtes Gewissen bekam, weil er seinen Kollegen nicht ein einziges Mal nach Feierabend auf ein Bier eingeladen hatte, rollte er hinter einem Kleintransporter bei Gelblicht an der Verkehrsampel vorbei und bog in die Straße mit der gemeldeten Adresse ein.
Ein Krankenwagen, ein Notarztwagen und der schwarze Kleinbus eines Bestattungsunternehmens standen vor dem Haus. Die Spurensicherung war auch schon da. Das volle Programm. Also hatte der Notarzt bereits den Tod der aufgefundenen Person festgestellt und die Kollegen vom Kriminaldauerdienst hatten alle zuständigen Dienststellen informiert.
Jörg Rottmann fuhr in die Einfahrt zum Hinterhof hinein und ließ seinen Wagen auf die Garage von Hauptkommissar Krieger zurollen. Das Garagentor stand offen, ein blauer Ford Mondeo stand darin. Hinter dem Dienstwagen seines Kollegen stellte er seinen BMW ab.

Mit der Gewissheit ist das so eine Sache. Manchmal steigt man mit ihr in ungeahnte Höhen auf, so wie dann, wenn man endlich weiß, dass die Angebetete sich auch für einen interessiert. Aber Gewissheit reißt einen auch mit sich, tief hinunter in ein dunkles Loch. Es dauert seine Zeit, bis man sich daraus wieder befreit hat.
Gewissheit brachte Jörg Rottmann ein flüchtiger Blick. Der Fleischberg in der großen Blutlache dort auf den Fliesen in der Eingangshalle war sein Kollege Hauptkommissar Horst Krieger. Vor dem Absturz in das dunkle Loch befreite Jörg Rottmann nur die sofortige Aufnahme der Ermittlungsarbeit. Konzentriert und professionell.
Mit einem stummen Nicken begrüßte er Polizeihauptmeister Günther Hagemann von der Spurensicherung und stieg mit ausladenden Schritten über hölzerne Reste des Treppengeländers hinweg, die in der Eingangshalle des ehrwürdigen Bürgerhauses überall herumlagen.
Trotz seines Alters zeugte dieses Gebäude noch immer von dem gediegenen Wohlstand seines Erbauers aus einem längst vergangenen Jahrhundert. Aufwendig saniert und liebevoll gepflegt. Horst Kriegers Leiche konnte diesem Eindruck nichts anhaben. Dieses Haus hatte zwei Weltkriege überstanden. Es war, als forderte es alle Anwesenden geradezu dazu auf, ihre Haltung nicht zu verlieren.
Vielleicht war es aber auch die Anwesenheit von Ruth Mayr. Die alte Dame bewohnte die Wohnung über Hauptkommissar Krieger und stand kerzengerade mit verschränkten Armen in ihrem grünen Kleid auf dem ersten Treppenabsatz und beobachtete mit versteinerter Miene das Geschehen. Auch sie hatte bereits zwei Weltkriege überlebt und ertrug Schicksalsschläge seither mit Fassung. Geübt, als hätte sie es schon Hunderte Male ertragen müssen.

Hauptkommissar Rottmann riss sich von diesem Anblick los und gab Günther Hagemann mit einem Kopfnicken zu verstehen, von ihm unterrichtet werden zu wollen. Günther Hagemann ließ den Kopf von Horst Krieger sanft wieder zurück auf die Fliesen gleiten, zog seine blutverschmierten Einweg-Handschuhe aus und stand auf. Mit langen Schritten setzte er sich über die Reste des Treppengeländers hinweg in Richtung seines Kollegen in Bewegung.
„Hallo Günther, was haben wir?“
Polizeihauptmeister Hagemann zog sich den Mundschutz herunter.
„Was ich bisher sagen kann, ist, dass Horst offenbar das Geländer durchbrach und in die Eingangshalle herunter gestürzt ist. Bei seinem Gewicht, gepaart mit seiner Unsportlichkeit, hatte er keine Chance. Wenn er etwas trainierter gewesen wäre, hätte er sich wahrscheinlich auch sämtliche Knochen gebrochen, wäre aber vielleicht nicht daran gestorben.“
„Fremdeinwirkung?“
„Nicht auszuschließen.“
Günther Hagemann deutete mit einem kurzen Blick auf den Treppenabsatz und sprach weiter.
„Frau Mayr dort glaubt jedenfalls, zur Tatzeit eine fremde Person aus dem Haus laufen gesehen zu haben.“
„Scheiße.“
„So ist es.“
Jörg Rottmann klopfte Günther Hagemann freundschaftlich auf die Schulter und wendete sich ab. Der Polizeihauptmeister ging wieder an seine Arbeit.
Mit drei schnellen Schritten eilte Jörg Rottmann die Treppenstufen hinauf auf den Treppenabsatz und stand plötzlich vor Ruth Mayr. Die unterdrückte ihr Missfallen über diese ihrer Meinung nach der Situation völlig unangemessene Hast und reichte Hauptkommissar Rottmann ihre von Gicht und Altersflecken gezeichnete Hand zur Begrüßung.
„Rottmann, Hauptkommissar“, stellte er sich vor. „Ich untersuche den Tod meines Kollegen Hauptkommissar Krieger.“
„Angenehm. Ruth Mayr. Ich wohne im zweiten Stock.“
Blitzlichter von Günther Hagemanns Fotoapparat erhellten ihr Gesicht. Ruhig schaute sie ihrem Gegenüber in die Augen. Dabei blinzelte sie nicht ein einziges Mal. Ruth Mayr stand nur dort und wartete geduldig, während dieser ungestüme Kommissar vor ihr nach seiner ersten Frage suchte. Sie wusste noch, was sich gehört.
„Ja, äh, Sie haben jemanden aus dem Haus laufen sehen?“
„Einen jungen Mann. Ich würde ihn nicht wiedererkennen, dafür sind meine Augen zu schlecht, aber seinen Bewegungen nach zu urteilen, war er jung. Ich denke, schlank. Nicht sehr groß. Dunkle Hose, helle Jacke. Das war kurz nach dem entsetzlichen Lärm im Treppenhaus. Ich blieb in meiner Wohnung und lauschte an der Tür. Dann ging ich zum Fenster und schaute auf die Straße hinunter. In meinem Alter handelt man besser besonnen. Ich laufe nicht mehr irgendwelchem Gesindel nach.“
„Das war sehr klug von Ihnen. Womöglich hätte dieser Mann Ihnen etwas angetan, und wir hätten jetzt weder einen Hinweis noch eine Beschreibung.“
Jetzt wurde ihr dieser Kommissar etwas sympathischer. Erstaunt stellte Ruth Mayr fest, dass sie trotz ihres hohen Alters für Schmeicheleien immer noch empfänglich war.
„Wann genau haben Sie den Mann gesehen?“
„Vor etwas mehr als einer Stunde. Ich bin dann gleich hinuntergegangen und wollte schauen, ob Herr Krieger zu Hause ist. Nachdem ich ihn gefunden hatte, habe ich sofort die Polizei angerufen.“
“Wohnen noch weitere Personen in diesem Haus?“
„Ja, der Herr Forster im Erdgeschoss. Aber der arbeitet im Außendienst und ist selten zu Hause. Er scheint auch jetzt nicht da zu sein. Ich habe vorhin bei ihm geklingelt, aber es hat niemand geöffnet. Ist es nicht seltsam? In diesem Haus leben wir alle alleinstehend.“
„Lebten“, verbesserte Ruth Mayr sich mit einem Seitenblick auf die Leiche von Horst Krieger.
Jörg Rottmann beschloss, sich um diesen Forster später zu kümmern. Jetzt wollte er die Wohnung von Horst Krieger sehen.
Nachdem er in seiner Jackentasche eine Visitenkarte gefunden hatte, verabschiedete er sich von der alten Dame.
„Gut, Frau Mayr. Sie haben mir sehr geholfen. Hier ist meine Karte. Wenn Ihnen noch etwas einfällt, können Sie mich ja anrufen.“
In Hauptkommissar Rottmanns Kopf arbeitete es bereits.
Wer könnte diese unbekannte Person gewesen sein? Hatte sie etwas mit Horst Kriegers Tod zu tun? Konnte sie vielleicht Informationen liefern, die zur Aufklärung des Falles beitrugen? Vielleicht fand er einen Hinweis in Kriegers Wohnung. (mehr …)

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cover-siebenschoenAus Versehen unterschlagen. Beim Aufräumen in diesem Blog fiel mir auf, dass ich seinerzeit vergessen hatte, an dieser Stelle auf den erstellten Buchtrailer zu meinem Psychokrimi „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön“ hinzuweisen. Das hole ich hiermit nach. Bitte sehr.

Neugierig geworden? Hier erfahren Sie mehr über meinen Psychokrimi „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön„.

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cover-adz+jason-200Ab sofort gibt es die beiden Mystery-E-Books von mir als E-Book-Doppelband zum Vorteilspreis. Der E-Book-Doppelband enthält die Mystery-Erzählungen
Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt
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Das Leben und Sterben des Jason Wunderlich
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(ISBN: 978-3-7368-5596-0)

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