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Posts Tagged ‘Hochwald’

bild-drei-schwestern-im-zauberwaldVeranlesungstaltungshinweis: Aufgrund der regen Teilnahme an meiner Lesewanderung im Mai haben die Verbandsgemeinde Thalfang und ich beschlossen, eine weitere Lesewanderung zu organisieren.

Im Rahmen meines diesjährigen „Leseherbstes“ wandere ich am Sonntag den 11.10.2015 mit interessierten Gästen durch den Hochwald zwischen Thalfang und Dhronecken und lese während zweier Pausen die Erzählung “Drei Schwestern im Zauberwald” aus meiner Mystery-Serie “Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt“.

Auf schmalen Pfaden streifen wir durch den Herbstwald und wandern über Wiesen im goldenen Oktoberlicht.  Auf unserem Weg liegt der Schauplatz der Geschichte um Thadeus Reinhardt und den drei Schwestern aus Dhronecken.
Unsere Wanderung endet im Landgasthof Rauland wo eine Hunsrücker Brotzeit auf uns wartet. Die Kosten für diese Mahlzeit und ein Getränk sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Wir treffen uns am „Haus der Begegnung“ Saarstraße 3 in Thalfang um 14:00 Uhr. Die Wanderung beginnt um 14:30 Uhr und endet voraussichtlich um 17:00 Uhr. Wer mitgehen möchte, sollte festes Schuhwerk und dem Tageswetter angepasste Kleidung mitbringen. Bei der Tourist-Information Thalfang kann man sich anmelden…

Plakat zur Veranstaltung von der VG Thalfang:

plakat-111015

(Info für Veranstalter: Wenn Sie auch einmal eine Lesung veranstalten möchten, gerne. Am Besten erreichen Sie mich via E-Mail. Klicken Sie hier und schreiben Sie mir.)

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tv-080515Der “Trierische Volksfreund”, unsere regionale Tageszeitung mit einer Auflage von 260.000, hat heute im Sonderteil „Hunsrück“ für meine Lesewanderung am 24.05.15 im Rahmen der Eröffnung des Hunsrück Nationalparks einen Veranstaltungshinweis gebracht.
Darüber freue ich mich sehr. Herzlichen Dank an die Redaktion für die Unterstützung.

Jetzt den Artikel aus dem Trierischen Volksfreund vom 08.05.2015 lesen…

Jetzt den Artikel online auf volksfreund.de lesen…

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Ich schaue aus dem Fenster. Die ersten Nebel steigen aus dem Hochwald auf. Forstdistrikt ‚Wolfstreiben‘. Es ist der Wald, in den im Winter 1879 Wölfe aus den französischen Ardennen in den Hunsrück einwanderten. Der Jahreswechsel war ungewöhnlich kalt und schneereich. Die Wölfe streunten nachts um die Häuser der Dörfer und verbreiteten Angst und Schrecken. Der Förster organisierte eine Treibjagd. Alle Wölfe wurden erlegt.

Doch Esthers Großvater glaubt fest daran, dass Isegrims Nachfahren nach Einbruch der Dämmerung heute immer noch durch die Wälder streifen. Auf der Suche nach Beute.

Textprobe aus: Unheimliche Begegnungen – Der letzte Wolf des Hochwalds

„Oh, dieser alte Wolf damals war ein schlauer Hund. Der Teusch hat ihn im Winter erschossen. Aber die Fähe nicht, und die hatte im Sommer einen Wurf Junge.“, antwortete der Alte.
„Sie haben diesen Förster gekannt?“, fragte ich ihn ungläubig und rechnete in Gedanken kurz nach, ob das möglich sein konnte.
Es konnte nicht sein. Sonst wäre dieser alte Mann weit mehr als 100 Jahre alt.
„Nein, nein. Da war ich noch nicht geboren. Aber mein Großvater und mein Vater kannten ihn gut. Die beiden arbeiteten damals für den Teusch im Wald“, entgegnete er.
Ich schaute Markus Vater kurz an, er erwiderte meinen Blick und der Alte erzählte weiter.
„Der alte Wolf schlich im Winter um die Häuser am Ortsrand von Deuselbach und Hilscheid. Das ist nicht weit entfernt von hier. In Hilscheid hatte man ihn sogar am untersten Brunnen, am Ortsausgang in Richtung Dhronecken gesehen. Alle Dorfbewohner hatten Angst und keiner fühlte sich mehr sicher. Dann hat man den Teusch beauftragt dem alten Isegrim eins zu verpassen, hahaha“, lachte der Alte und lebte sichtlich auf. Er genoss offenbar unsere Aufmerksamkeit.
„Na ja, und heute, in unserer lauten Welt, leben die Wölfe hier eben etwas zurückgezogen. Aber hier im Wald ist immer noch ihr Revier.“
Der Alte schien davon wirklich überzeugt zu sein.
Nun ja, dachte ich. Der Wald ist groß. Vielleicht sind Wölfe auch aus dem nahe gelegenen Frankreich eingewandert. Wer weiß das schon? Aber konnte das wirklich sein? Rheinland-Pfalz gehört zwar zu den Bundesländern mit den größten, zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland, aber Wölfe? Die müssten doch irgendjemandem aufgefallen sein. Jägern, Spaziergängern oder Waldarbeitern. Sicher irrt sich der Alte oder will uns einen Bären aufbinden.
„Markus“, rief der Mann nach seinem Sohn. „Komm, wir müssen weiter.“ Er wendete sich dem Alten zu und sagte: „Nicht weil wir Angst haben, guter Mann. Aber wir wollen heute Abend wieder in Malborn sein. Wir werden erwartet. Die Geschichte war spannend. Vielen Dank. Aber nun haben wir noch einen ordentlichen Marsch vor uns.“
Der Mann trank den letzten Schluck Kakao aus seinem Becher und stand auf. Er verstaute seine Brotdose in seinem Rucksack und schüttelte seinen Becher aus. Dann schraubte er ihn wieder auf die Thermoskanne und steckte sie ebenfalls in seinen Rucksack.
Esther nahm wieder neben mir auf der Bank Platz. Durstig griff sie nach dem Becher Tee auf dem Tisch. Während sie trank, schaute sie Markus Vater über den Becherrand dabei zu, wie er den Rucksack schloss und ihn umhängte.
„Sie wollen doch jetzt nicht noch zu Fuß nach Malborn? Das schaffen sie vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr. Das ist viel zu gefährlich“, mahnte der Alte.
„Ach was. Das schaffen wir schon, nicht wahr Markus?“, entgegnete Markus Vater.
Dabei legte er seine Hand auf Markus Schulter und zog ihn näher zu sich. Die beiden verabschiedeten sich und machten sich auf den Heimweg. Der Alte schüttelte wortlos den Kopf.
Auch mir fiel es jetzt auf, dass die Sonne schon sehr tief stand. In weniger als einer Stunde würde sie untergehen und das Tageslicht schwinden. Ich musste mich auch auf den Heimweg machen. Ich hatte noch etwas mehr als eine Stunde bis zu meinem Auto zu laufen.

“Der letzte Wolf des Hochwalds” ist eine Erzählung aus der Serie ‘Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt’.

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