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Posts Tagged ‘Frank Reuter’

Michael E. Vieten - Gute TageEigentlich steht Frank Reuter schon vor dem Ende seines Lebens. Und an Hokus Pokus glaubt er ohnehin nicht. Doch eine Nahtoderfahrung bringt ihn dazu, den Rat seines verstorbenen Vaters zu befolgen. Er reist zu einer modernen Hexe in den Harz und verbringt dort die bis dahin schönsten Tage seines Lebens. Wird Maga sein Leben verlängern können? Wird er endlich verstehen, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht erklären können?

Nur, weil wir uns etwas nicht vorstellen können, bedeutet das noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Genau diese Erfahrung macht der Pragmatiker Reuter während seines Aufenthaltes in Magas Pension. Er hat sich an den abgelegenen Ort zurückgezogen, um mit sich selbst die letzten Tage seines Lebens zu verbringen. Doch am Beispiel eines Ameisenhügels überzeugt Maga ihren Gast, das Universum außerhalb seines eigenen ‘Haufens’ anzunehmen.
Nachdem die Schulmedizin Frank Reuter aufgegeben hat, ist er bereit für ein neues Leben. Was bleibt, ist die Angst, es könnte zu spät sein.

Textprobe aus: Unheimliche Begegnungen – Gute Tage

Der volle Mond schien über die schwarzen Baumwipfel auf den Bergen und erhellte den Hof. Der wilde Bach war weiß vor Gischt und stürzte sich in die Dunkelheit der Nacht. Über allem lag der intensive Duft des Sommerjasmins.
„Der Bach führt dieses Jahr besonders viel Wasser.“
Maga stand auf der Brücke, stützte sich mit verschränkten Armen auf das Brückengeländer und schaute hinab in die tosenden Fluten.
Ich hatte nicht bemerkt, dass sie mir gefolgt war. Sie hatte sich ihre Strickjacke wieder übergezogen. Ich ließ das Handy in meine Hosentasche gleiten und ging über die Brücke zurück zum Haus. Sie stieß sich vom Brückengeländer ab ohne ihre verschränkten Arme zu lösen und begleitete mich durch die sternenklare, kühle Frühjahrsnacht zurück zum Haus.
„Als ich ein Kind war, sprach meine Mutter oft vom Himmelszelt. Ich dachte, die Sterne seien Löcher, die jemand hineingepickt hat, und fragte mich, was wohl außerhalb dieses Zeltes sein könnte.“ Während Maga sprach, konnte ich ihren Atem sehen.

Plötzlich bemerkte ich, dass im Mondlicht hinter dem Haus ein Mann bei den Obstbäumen stand.
„Da steht jemand auf ihrem Grundstück.“
Maga schien nicht besorgt zu sein.
„Ich weiß, und ich glaube, sie kennen ihn.“
„Woher soll ich den kennen? Ich war noch nie im Harz.“
Im selben Augenblick war der Mann verschwunden.
Da ich mir nichts übergezogen hatte, fröstelte ich und wir gingen hinein ins Haus. An der Treppe nach oben blieb ich stehen.
„Ich glaube, die Luftveränderung macht mir zu schaffen. Ich bin schon wieder müde. Ich gehe zu Bett.“
Maga schloss die Haustüre hinter sich und blieb dicht vor mir stehen.
„Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nachtruhe. Ich backe für morgen früh noch ein frisches Brot.“
Dann verschwand sie in der Küche.
Ich stieg die Treppe hinauf und ging in mein Zimmer. Während ich meine Reisetasche auspackte und ein paar Sachen zurechtstellte, überlegte ich, wo das Bad sein könnte.
Mit meinem Waschzeug in der Hand verließ ich mein Zimmer und entdeckte am Ende des dunklen Flurs einen Raum, dessen Tür halb offen stand.
Ich ertastete den Lichtschalter und fand, wonach ich gesucht hatte. Ein kleines Duschbad. Das Dachfenster in der Schräge stand einen schmalen Spalt offen. Auch hier hörte ich das allgegenwärtige Rauschen des Baches.
Ich duschte, putzte mir die Zähne und ging zu Bett. Die Tür zu meinem Zimmer ließ ich offen und lauschte den Geräuschen, die Maga unten in der Küche machte.
Es war ein guter Tag. Gott hatte mich noch nicht zu sich gerufen und ich hatte Maga kennengelernt. Bevor ich mir weitere Gedanken machen konnte, rauschte der Bach mich in einen erholsamen, traumlosen Schlaf.

Obwohl die Sonne durch das kleine Dachfenster schien, war es noch kühl in meinem Zimmer. Ich stand auf, beeilte mich mit der Morgentoilette und zog mich an. Der Duft von frischgebackenem Brot und Kaffee lockte mich hinunter in die Küche.
Maga stand am Herd und goss eine kleine Kanne Kaffee auf.
„Guten Morgen. Setzen sie sich. Der Kaffee ist gleich fertig.“
Unter den Duft des frischen Brotes mischte sich der Geruch nach Feuer und Rauch. Der große Herd in der Küche wurde mit Holz oder Kohlen beheizt und wurde seiner Aufgabe mehr als gerecht. Moderne Heizkörper gab es in der Küche nicht. Auch in meinem Zimmer und in dem kleinen Duschbad fehlten sie.
„Ich heize nur die Küche und die Stube. Ich hoffe, ihnen ist es nicht zu kalt.“
Wieder schien Maga meine Gedanken erraten zu haben. Diesmal war ich mir sicher, dass ich nicht laut gedacht hatte.
„Nein, das ist schon in Ordnung so.“
Der Tisch war zum Frühstück gedeckt. Butter, Konfitüre und gekochte Eier standen bereit. Ich nahm auf dem gleichen Stuhl wie am Abend Platz und konnte den Bach durch das Küchenfenster in der Morgensonne glitzern sehen.
Maga füllte unsere Kaffeetassen und stellte die Kanne auf dem schweren Holztisch ab. Dann entzündete sie eine gelbe Kerze, die in dem eisernen Halter zwischen unseren Tellern stand.
„Heute keine schwarze Kerze gegen die bösen Gedanken?“, fragte ich sie etwas herausfordernd.
„Nein, ab heute nehmen wir eine gelbe Kerze. Ihr gelb steht für Heilung und der ab heute abnehmende Mond unterstützt uns dabei, etwas los zu werden.“
Maga griff nach dem Brotkorb, hielt ihn mir entgegen und schaute mich selbstbewusst an. Ich hielt ihrem Blick stand und griff nach einer Scheibe des frischen Brotes.
„Wenn sie es sagen …“

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Michael E. Vieten - Aus der Zwischenwelt“Gute Tage” ist eine Erzählung aus der Serie ‘Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt’.
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Eigentlich steht Frank Reuter schon vor dem Ende seines Lebens. Und an Hokus Pokus glaubt er ohnehin nicht. Doch eine Nahtoderfahrung bringt ihn dazu, den Rat seines verstorbenen Vaters zu befolgen. Er reist zu einer modernen Hexe in den Harz und verbringt dort die bis dahin schönsten Tage seines Lebens. Wird Maga sein Leben verlängern können? Wird er endlich verstehen, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht erklären können?

Nur, weil wir uns etwas nicht vorstellen können, bedeutet das noch lange nicht, dass es das nicht gibt. Genau diese Erfahrung macht der Pragmatiker Reuter während seines Aufenthaltes in Magas Pension. Er hat sich an den abgelegenen Ort zurückgezogen, um mit sich selbst die letzten Tage seines Lebens zu verbringen. Doch am Beispiel eines Ameisenhügels überzeugt Maga ihren Gast, das Universum außerhalb seines eigenen ‘Haufens’ anzunehmen.
Nachdem die Schulmedizin Frank Reuter aufgegeben hat, ist er bereit für ein neues Leben. Was bleibt, ist die Angst, es könnte zu spät sein.

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Michael E. Vieten - Aus der Zwischenwelt„Gute Tage“ ist eine Erzählung aus der Serie ‘Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt’.
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cover-aus-der-zwischenwelt-200Mystery-Erzählungen: Nachdem Theresa Kling verstorben ist, verliert ihr Mann Josef all seinen Lebensmut. Bis sie ihm eines Abends wieder auf ihrem Sessel in der Stube erscheint. Fortan begegnet Josef fremden Menschen, die ihm von ihren unheimlichen Begegnungen erzählen. Abends berichtet er davon seiner Theresa, die ihm interessiert zuhört.
Wieso begegnen Josef diese Menschen erst jetzt, wo er ein alter Mann ist? Hat Theresa etwas damit zu tun? Kennt sie all diese armen Seelen aus dem Jenseits, und führt sie die Menschen, die ihnen im Diesseits begegnet sind, zu ihm?
Josef verspottet die Fremden nicht, sondern hört ihnen aufmerksam zu und behandelt sie mit Respekt. Dann beginnt er damit, diese Geschichten aufzuschreiben.
10 Geschichten von Menschen aus dem Diesseits mit Begegnungen aus dem Jenseits.

Der Sammelband ‚Aus der Zwischenwelt‘ enthält alle nachfolgend beschriebenen Erzählungen aus meiner Mystery-Serie ‚Unheimliche Begegnungen‘.

buch-kaufen4Taschenbuch (258 Seiten, ISBN: 9781482580563)

eBook (ISBN: 978-3-7368-5595-3)

Das eBook ist in allen bekannten Online-Shops verfügbar. Das Taschenbuch wird auch im Regionalladen “Sinnessachen” in Thalfang, Hauptstraße 18 zum Kauf angeboten. In der Verbandsgemeindebücherei im „Haus der Begegnung“ und in der Stadtbibliothek-Trier kann es ausgeliehen werden.

Hier gibt es Leseproben.

Oder vorlesen lassen. Eine Hörprobe:

Inhalt von: „Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt“

Drei Schwestern im Zauberwald
Der Lyriker Thadeus Reinhardt wird von den Sozialbehörden in ein Pflegeheim eingewiesen. Wenige Tage später nimmt er sich das Leben. Er hinterlässt ein Tagebuch mit einer unglaublichen Geschichte über die schönsten Tage seines Lebens, die er mit den drei Pfeiffer-Schwestern aus Dhronecken in seinem Zauberwald verbracht haben will. Doch die Pfeiffer-Schwestern wurden bereits vor mehr als hundert Jahren bei einem Gewitter von einem Blitz erschlagen. War Thadeus Reinhardt bloß ein verwirrter, alter Mann? Seine Lektorin Frederike Stahl reist in das kleine Dorf im Hunsrück, um seinen Nachlass zu verwalten. Dabei hat sie eine unheimliche Begegnung.

Der letzte Wolfs des Hochwalds
Der letzte Wolf des Hunsrück-Hochwalds schlich im Winter nachts um die Häuser der Dörfer und verbreitete Angst und Schrecken. Er wurde 1879 erlegt.

Doch Esthers Großvater glaubt fest daran, dass Isegrims Nachfahren nach Einbruch der Dämmerung heute immer noch durch die Wälder streifen.
Auf der Suche nach Beute.

 

Moselblümchen
Vor den Augen von Falk Fabius versinkt ein kleines Mädchen in den Fluten der Mosel. Er schlägt sofort Alarm und sucht stundenlang selbst verzweifelt nach dem Kind. Doch ohne Erfolg. Tage später spielt es wieder fröhlich und unversehrt am Flussufer.
Falk Fabius ist fassungslos und erleichtert zugleich. Er forscht nach und erfährt von dem furchtbaren Schicksal der Winzerfamilie Keller, deren Tochter Annalena vor mehr als vierzig Jahren an der gleichen Stelle ertrank.

Mariechen
Curt Breuer verbringt mit seinem Mountainbike einen Kurzurlaub in der Eifel. Er mietet sich ein Zimmer in dem Gasthof unterhalb einer alten Burgruine. Auf dem noch erhaltenen Turm der Burgruine trifft er eines Nachts das junge Mädchen Maria. Die Wirtin des Gasthofs erzählt Curt, dass Maria Gronert 1945 vom Turm gesprungen ist, um sich das Leben zu nehmen. Die Wirtin beruhigt Curt und vermutet, dass sich jemand einen Spaß mit Touristen erlaubt hat. Doch Curt trifft Maria erneut auf dem Turm, und sie offenbart ihm ihr schreckliches Geheimnis.

Das Hügelgrab
Matz Vilander überfährt bei strömendem Regen irgendetwas auf der Landstraße. Doch außer etwas Blut und einem Damenschuh findet er nichts, was auf einen Unfall hindeutet. Er erfährt von der Polizei, dass  in den vergangenen Jahren immer an diesem einen Tag, zur gleichen Tageszeit und genau an dieser Stelle ein Unfall geschehen ist, ohne dass es Opfer gab. Aber man fand immer den gleichen Damenschuh. Was ist hier los? Matz lässt nicht locker und hat einen schrecklichen Verdacht.

Konrad
Konrad setzt sich in einem Restaurant zu einem Fremden an den Tisch. Er sucht das Gespräch. Gleichzeitig bildet sich vor dem Restaurant eine Menschentraube. Passanten auf der Straße laufen zusammen und blicken bestürzt zu Boden. Manche halten sich die Hand vor den Mund. Alle sind entsetzt. Blaulicht zuckt durch die Fenster in das Restaurant hinein. Wer ist Konrad? Was ist vor dem Restaurant passiert?
Hat er etwas damit zu tun?

Tanneck
Vier Freunde treffen sich zu einem Zelturlaub im Harz. Jeden Abend erscheint hoch oben auf den nahe gelegenen Klippen eine Frau und starrt auf den Zeltplatz herunter.
In der Dorfbäckerei erfahren sie, dass Marianne Weber sich dort vor Jahren zu Tode stürzte. Ihr Mann hat ihren Tod nicht verkraftet und ist seitdem verschwunden. Während eines heftigen Gewitters löst sich in dem dunklen Fichtenwald ein Schuss. Ein Totenschädel rollt in das Zeltlager und bleibt vor den Füßen der Camper liegen. Wer ist die Frau auf den Klippen? Und wo ist Kurt Weber?

Walpurgisnacht
Den Verlust seiner geliebten Brigitta hat Gunnar Monate nach ihrem Tod immer noch nicht überwunden. Sie wurde in einer dunklen Regennacht auf einer einsamen Landstraße angefahren und verstarb noch am Unfallort. Nicht einmal Abschied konnte er von ihr nehmen. Doch er reißt sich zusammen, jeden Tag, und macht seine Arbeit. Nachdem Gunnar auf der Heimfahrt durch den Harz nachts eine junge Frau anfährt, bringt er sie und ihre drei Begleiterinnen nach Hause. In einer von ihnen glaubt er seine Brigitta wieder zu erkennen. Spielt ihm der Kummer um seine geliebte Frau einen Streich? Sie bietet Gunnar an, mit ihr und ihren drei seltsamen Begleiterinnen in dem abgelegenen Haus im Wald die Nacht zu verbringen. Was auch immer ihn dort erwartet. Gunnar ist zu allem bereit. Wenn er nur seine Brigitta noch einmal in den Armen halten darf und endlich Abschied von ihr nehmen kann.

Gute Tage
Eigentlich steht Frank Reuter schon vor dem Ende seines Lebens. Und an Hokus Pokus glaubt er ohnehin nicht. Doch eine Nahtoderfahrung bringt ihn dazu, den Rat seines verstorbenen Vaters zu befolgen. Er begibt sich zu einer modernen Hexe in den Harz und verbringt dort die bis dahin schönsten Tage seines Lebens. Wird Maga sein Leben verlängern können? Wird er endlich verstehen, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht erklären können?

Die Kammer
Nach seiner Scheidung erwirbt Julian in Schleswig-Holstein ein großes, altes Haus mit einem verwilderten Park. Der niedrige Preis war kaum zu glauben. Doch die Maklerin schwor, es gäbe keinen Haken. Trotzdem stand das Haus lange leer. Julian fühlt sich wohl dort. Wenn nur dieses Klopfen nicht wäre.
Dann erfährt Julian von dem grausigen Geheimnis der alten Mauern.

Update 31.10.2012: Es gibt ab heute einen Trailer zu dem Buch:

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