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Posts Tagged ‘Curt Breuer’

Michael E. Vieten - MariechenSchuld und Sühne. Ein ewiges Thema der Menschheit. Darum geht es auch in der Erzählung „Mariechen“ aus meiner Mystery-Serie „Unheimlichen Begegnungen – Aus der Zwischenwelt“.

Curt Breuer verbringt mit seinem Mountainbike einen Kurzurlaub in der Eifel. Er mietet sich ein Zimmer in dem Gasthof unterhalb einer alten Burgruine. Auf dem noch erhaltenen Turm der Burgruine trifft er eines Nachts das junge Mädchen Maria. Die Wirtin des Gasthofs erzählt Curt, dass Maria Gronert 1945 vom Turm gesprungen ist, um sich das Leben zu nehmen. Die Wirtin beruhigt Curt und vermutet, dass sich jemand einen Spaß mit Touristen erlaubt hat. Doch Curt trifft Maria erneut auf dem Turm, und sie offenbart ihm ihr schreckliches Geheimnis.

Textprobe aus: Unheimliche Begegnungen – Mariechen

Trotz meines anstrengenden Tages wollte ich vor dem Zubettgehen noch einen Abendspaziergang machen. Ich hatte die Wahl zwischen einem Weg an der Landstraße entlang oder dem schon bekannten Waldweg zur Burg. An der Straße entlang zu laufen erschien mir wenig reizvoll. Also entschied ich mich wieder für den Weg zur Burg.
Diesmal benötigte ich ein paar Minuten weniger dort hinauf. Trotzdem dämmerte es bereits, als ich die schmale, steinerne Wendeltreppe im Turm emporstieg. Im dunklen Inneren des Turms bedauerte ich, keine Taschenlampe in mein Reisegepäck gepackt zu haben.
Oben angekommen vergewisserte ich mich zunächst, dass ich alleine war, und genoss bei klarem Himmel wieder die Fernsicht.
Die Außenbeleuchtung der Burgschenke hatte sich bereits eingeschaltet und tauchte die Gäste des Grillabends in den bunten Schein der Lichterketten. Der Musiker spielte einen Walzer, zwei Paare tanzten dazu. Während ich dem Treiben auf der Terrasse unten im Tal zuschaute und den entfernten Klängen lauschte, plante ich in Gedanken die nächste Radtour für morgen.
Das letzte Tageslicht schwand und, als hätte ich es erwartet, stand plötzlich wieder dieses Mädchen neben mir auf dem Turm. Wie war sie nur so leise an mich herangekommen, ohne dass ich sie bemerkt hatte? Wenigstens hatte sie mich diesmal nicht so furchtbar erschreckt wie am Tag zuvor. Offenbar war sie barfuß so leise die Treppe zum Turm herauf gestiegen, dass ich sie nicht gehört hatte.
„Guten Abend. Es wäre besser sie würden ein Glöckchen um den Hals tragen, so leise, wie sie sich heranschleichen.“
Mein Versuch ein freundliches Gespräch zu beginnen scheiterte. Wieder starrte mich das Mädchen nur stumm an.
An diesem Abend wollte ich die Situation nicht einfach so hinnehmen und sprach sie erneut an.
„Do you speak English? Parlez-vous Français?“
Zugeben, meine Sprachkünste waren beschränkt, aber ich hatte gehofft, dass sie ausreichen würden, um etwas mehr von dieser seltsamen Person zu erfahren. Meine Neugierde war geweckt. Was trieb sie nachts allein hierher?
Unvermittelt trat das Mädchen an die Brüstung und schaute durch die Zinnen hindurch in das Tal hinunter. Dabei stand sie nur wenige Zentimeter von mir entfernt. Trotzdem verspürte ich keine Körperwärme von ihr und nahm keinen Duft war. Da war gar nichts. Nur die kühle Nachtluft.
„Er hat uns gestoßen.“
Sie sprach ganz leise. Es war kaum zu hören.
„Entschuldigung, was haben sie gesagt?“
„Er hat uns gestoßen.“
„Ich verstehe nicht. Wer hat wen gestoßen?“
„Mein Liebster hat uns gestoßen, er hat uns beide hinab gestoßen.“
Dann drehte sie sich wieder zu mir und hielt ihre Hand schützend vor ihren Bauch.
Mir kam die Geschichte von Mariechen in den Sinn, die mir Karin Reinert heute Morgen erzählt hatte. Ohne meine Gedanken zu ordnen, platzte es aus mir heraus.
„Sind sie Mariechen?“
So ein Blödsinn, dachte ich sofort. Am liebsten hätte ich diese Frage sofort wieder zurückgeholt. Wie kann ich nur so einen Unsinn reden.
Doch zu meiner Überraschung nickte das Mädchen.
„Moment Mal, das kann nicht sein. Sie sind seit Jahrzehnten verstorben und man erzählt im Tal, dass sie sich selbst hinunter gestürzt haben.“
Das Mädchen schüttelte langsam seinen Kopf.
„Das ist nicht wahr. Karl hat uns gestoßen.“
Eine Gruppe Jugendlicher hatte offenbar beschlossen, der Burg in dieser Nacht einen Besuch abzustatten. Schnaufend und johlend polterten sie die Wendeltreppe herauf und erschienen nacheinander auf dem Turm.
„N‘ Abend“, grölten sie in die Stille hinein.
Lautes Gelächter schallte durch die Nacht. Mariechen oder wer auch immer gerade noch vor mir gestanden hatte, war verschwunden.
Enttäuscht, verwirrt und ein wenig ungehalten über die Störung verließ ich den Turm. Ohne den Gruß zu erwidern, stolperte ich die Wendeltreppe hinunter.
Als ich unten den Fuß des Turms erreicht hatte, bemerkte ich, dass ich nicht alleine auf der Treppe war.
Mariechen war wieder da, begleitete mich die steinernen Stufen hinab und blieb im Turm auf der letzten Stufe stehen.
„Er hat uns hinab gestoßen.“
Dann war sie wieder verschwunden. Zwei Nachzügler näherten sich aufgeheitert dem Turm und trampelten lautstark zu den anderen Jugendlichen empor die Wendeltreppe hinauf.
„So ein Mist, ausgerechnet jetzt“, fluchte ich leise.
Da die Jugendlichen mir nicht den Eindruck machten, als würden sie die Burg so bald wieder verlassen, trat ich den Rückweg hinunter ins Tal an.

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Michael E. Vieten - Aus der Zwischenwelt“Mariechen” ist eine Erzählung aus der Serie ‘Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt’.
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Curt Breuer verbringt mit seinem Mountainbike einen Kurzurlaub in der Eifel. Er mietet sich ein Zimmer in dem Gasthof unterhalb einer alten Burgruine. Auf dem noch erhaltenen Turm der Burgruine trifft er eines Nachts das junge Mädchen Maria. Die Wirtin des Gasthofs erzählt Curt, dass Maria Gronert 1945 vom Turm gesprungen ist, um sich das Leben zu nehmen. Die Wirtin beruhigt Curt und vermutet, dass sich jemand einen Spaß mit Touristen erlaubt hat. Doch Curt trifft Maria erneut auf dem Turm, und sie offenbart ihm ihr schreckliches Geheimnis.

An den meisten Schauplätzen, die ich in meinen Geschichten beschreibe, bin ich persönlich gewesen. Mariechens Burgruine habe ich vor Jahren während eines Wanderurlaubs in der Eifel entdeckt. Die Gegend dort hat mich sofort begeistert und zu ‚Mariechen‘ inspiriert.

Hier gibt es eine Textprobe: Schuld und Sühne

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Michael E. Vieten - Aus der Zwischenwelt„Mariechen“ ist eine Erzählung aus der Serie ‘Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt’.
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cover-aus-der-zwischenwelt-200Mystery-Erzählungen: Nachdem Theresa Kling verstorben ist, verliert ihr Mann Josef all seinen Lebensmut. Bis sie ihm eines Abends wieder auf ihrem Sessel in der Stube erscheint. Fortan begegnet Josef fremden Menschen, die ihm von ihren unheimlichen Begegnungen erzählen. Abends berichtet er davon seiner Theresa, die ihm interessiert zuhört.
Wieso begegnen Josef diese Menschen erst jetzt, wo er ein alter Mann ist? Hat Theresa etwas damit zu tun? Kennt sie all diese armen Seelen aus dem Jenseits, und führt sie die Menschen, die ihnen im Diesseits begegnet sind, zu ihm?
Josef verspottet die Fremden nicht, sondern hört ihnen aufmerksam zu und behandelt sie mit Respekt. Dann beginnt er damit, diese Geschichten aufzuschreiben.
10 Geschichten von Menschen aus dem Diesseits mit Begegnungen aus dem Jenseits.

Der Sammelband ‚Aus der Zwischenwelt‘ enthält alle nachfolgend beschriebenen Erzählungen aus meiner Mystery-Serie ‚Unheimliche Begegnungen‘.

buch-kaufen4Taschenbuch (258 Seiten, ISBN: 9781482580563)

eBook (ISBN: 978-3-7368-5595-3)

Das eBook ist in allen bekannten Online-Shops verfügbar. Das Taschenbuch wird auch im Regionalladen “Sinnessachen” in Thalfang, Hauptstraße 18 zum Kauf angeboten. In der Verbandsgemeindebücherei im „Haus der Begegnung“ und in der Stadtbibliothek-Trier kann es ausgeliehen werden.

Hier gibt es Leseproben.

Oder vorlesen lassen. Eine Hörprobe:

Inhalt von: „Unheimliche Begegnungen – Aus der Zwischenwelt“

Drei Schwestern im Zauberwald
Der Lyriker Thadeus Reinhardt wird von den Sozialbehörden in ein Pflegeheim eingewiesen. Wenige Tage später nimmt er sich das Leben. Er hinterlässt ein Tagebuch mit einer unglaublichen Geschichte über die schönsten Tage seines Lebens, die er mit den drei Pfeiffer-Schwestern aus Dhronecken in seinem Zauberwald verbracht haben will. Doch die Pfeiffer-Schwestern wurden bereits vor mehr als hundert Jahren bei einem Gewitter von einem Blitz erschlagen. War Thadeus Reinhardt bloß ein verwirrter, alter Mann? Seine Lektorin Frederike Stahl reist in das kleine Dorf im Hunsrück, um seinen Nachlass zu verwalten. Dabei hat sie eine unheimliche Begegnung.

Der letzte Wolfs des Hochwalds
Der letzte Wolf des Hunsrück-Hochwalds schlich im Winter nachts um die Häuser der Dörfer und verbreitete Angst und Schrecken. Er wurde 1879 erlegt.

Doch Esthers Großvater glaubt fest daran, dass Isegrims Nachfahren nach Einbruch der Dämmerung heute immer noch durch die Wälder streifen.
Auf der Suche nach Beute.

 

Moselblümchen
Vor den Augen von Falk Fabius versinkt ein kleines Mädchen in den Fluten der Mosel. Er schlägt sofort Alarm und sucht stundenlang selbst verzweifelt nach dem Kind. Doch ohne Erfolg. Tage später spielt es wieder fröhlich und unversehrt am Flussufer.
Falk Fabius ist fassungslos und erleichtert zugleich. Er forscht nach und erfährt von dem furchtbaren Schicksal der Winzerfamilie Keller, deren Tochter Annalena vor mehr als vierzig Jahren an der gleichen Stelle ertrank.

Mariechen
Curt Breuer verbringt mit seinem Mountainbike einen Kurzurlaub in der Eifel. Er mietet sich ein Zimmer in dem Gasthof unterhalb einer alten Burgruine. Auf dem noch erhaltenen Turm der Burgruine trifft er eines Nachts das junge Mädchen Maria. Die Wirtin des Gasthofs erzählt Curt, dass Maria Gronert 1945 vom Turm gesprungen ist, um sich das Leben zu nehmen. Die Wirtin beruhigt Curt und vermutet, dass sich jemand einen Spaß mit Touristen erlaubt hat. Doch Curt trifft Maria erneut auf dem Turm, und sie offenbart ihm ihr schreckliches Geheimnis.

Das Hügelgrab
Matz Vilander überfährt bei strömendem Regen irgendetwas auf der Landstraße. Doch außer etwas Blut und einem Damenschuh findet er nichts, was auf einen Unfall hindeutet. Er erfährt von der Polizei, dass  in den vergangenen Jahren immer an diesem einen Tag, zur gleichen Tageszeit und genau an dieser Stelle ein Unfall geschehen ist, ohne dass es Opfer gab. Aber man fand immer den gleichen Damenschuh. Was ist hier los? Matz lässt nicht locker und hat einen schrecklichen Verdacht.

Konrad
Konrad setzt sich in einem Restaurant zu einem Fremden an den Tisch. Er sucht das Gespräch. Gleichzeitig bildet sich vor dem Restaurant eine Menschentraube. Passanten auf der Straße laufen zusammen und blicken bestürzt zu Boden. Manche halten sich die Hand vor den Mund. Alle sind entsetzt. Blaulicht zuckt durch die Fenster in das Restaurant hinein. Wer ist Konrad? Was ist vor dem Restaurant passiert?
Hat er etwas damit zu tun?

Tanneck
Vier Freunde treffen sich zu einem Zelturlaub im Harz. Jeden Abend erscheint hoch oben auf den nahe gelegenen Klippen eine Frau und starrt auf den Zeltplatz herunter.
In der Dorfbäckerei erfahren sie, dass Marianne Weber sich dort vor Jahren zu Tode stürzte. Ihr Mann hat ihren Tod nicht verkraftet und ist seitdem verschwunden. Während eines heftigen Gewitters löst sich in dem dunklen Fichtenwald ein Schuss. Ein Totenschädel rollt in das Zeltlager und bleibt vor den Füßen der Camper liegen. Wer ist die Frau auf den Klippen? Und wo ist Kurt Weber?

Walpurgisnacht
Den Verlust seiner geliebten Brigitta hat Gunnar Monate nach ihrem Tod immer noch nicht überwunden. Sie wurde in einer dunklen Regennacht auf einer einsamen Landstraße angefahren und verstarb noch am Unfallort. Nicht einmal Abschied konnte er von ihr nehmen. Doch er reißt sich zusammen, jeden Tag, und macht seine Arbeit. Nachdem Gunnar auf der Heimfahrt durch den Harz nachts eine junge Frau anfährt, bringt er sie und ihre drei Begleiterinnen nach Hause. In einer von ihnen glaubt er seine Brigitta wieder zu erkennen. Spielt ihm der Kummer um seine geliebte Frau einen Streich? Sie bietet Gunnar an, mit ihr und ihren drei seltsamen Begleiterinnen in dem abgelegenen Haus im Wald die Nacht zu verbringen. Was auch immer ihn dort erwartet. Gunnar ist zu allem bereit. Wenn er nur seine Brigitta noch einmal in den Armen halten darf und endlich Abschied von ihr nehmen kann.

Gute Tage
Eigentlich steht Frank Reuter schon vor dem Ende seines Lebens. Und an Hokus Pokus glaubt er ohnehin nicht. Doch eine Nahtoderfahrung bringt ihn dazu, den Rat seines verstorbenen Vaters zu befolgen. Er begibt sich zu einer modernen Hexe in den Harz und verbringt dort die bis dahin schönsten Tage seines Lebens. Wird Maga sein Leben verlängern können? Wird er endlich verstehen, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir nicht erklären können?

Die Kammer
Nach seiner Scheidung erwirbt Julian in Schleswig-Holstein ein großes, altes Haus mit einem verwilderten Park. Der niedrige Preis war kaum zu glauben. Doch die Maklerin schwor, es gäbe keinen Haken. Trotzdem stand das Haus lange leer. Julian fühlt sich wohl dort. Wenn nur dieses Klopfen nicht wäre.
Dann erfährt Julian von dem grausigen Geheimnis der alten Mauern.

Update 31.10.2012: Es gibt ab heute einen Trailer zu dem Buch:

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