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Posts Tagged ‘Anselm Jünger’

Notebook-1Neuigkeiten aus der Schreibstube: Man könnte meinen, ich hätte eine Sommerpause eingelegt. Der letzte Beitrag in diesem Blog ist vom 28.6.. Doch dem ist nicht so. Vieles geschieht halt im Verborgenen.

Die Betaphase für den neuen Fall für „Christine Bernard“ ist beendet. Das fertige Manuskript liegt meinem Verlag vor. Die Programmleitung von ACABUS wird nun entscheiden, ob mein neuer Kriminalroman in das Programm 2016 aufgenommen wird. Falls ja, beginnt das Lektorat.

Ich überlege derweil, was ich als nächstes schreiben möchte. Gleich einen neuen Fall für Christine Bernard dranhängen oder was ganz anderes?
Im Moment neige ich zu etwas anderem. Ich glaube, ein „Bernard“ im Jahr reicht.

Die Vorbereitungen für meine Herbstlesung im Regionalladen laufen an. Ich lese „Moselblümchen„. Katharina Kelling wird dazu wieder auf ihrem Cello spielen. Ich freue mich sehr darauf. Dieses Jahr besonders, denn der Regionalladen in Thalfang wurde geschlossen. Das war die schlechte Nachricht.
Ich habe diesen Laden im Ortskern sehr geschätzt. Unschlagbare Atmosphäre für eine Lesung.
Jetzt die gute Nachricht. Der Regionalladen wurde im Hunsrückhaus am Erbeskopf wiedereröffnet. Dort findet meine nächste Lesung statt. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Es soll November werden. Den offiziellen Veranstaltungshinweis reiche ich natürlich nach.

Ebenfalls in Vorbereitung ist eine weitere Lesewanderung im Herbst. Ich lese am Originalschauplatz „Drei Schwestern im Zauberwald„. Auch hier steht der genaue Termin noch nicht fest. Veranstaltungshinweis folgt dann mit Datum und Treffpunkt.
Diesmal werde ich eine weniger beschwerliche Strecke aussuchen. Meine letzte Lesewanderung im Mai zur Eröffnung des Nationalparks „Hunsrück-Hochwald“ war für den einen oder anderen vielleicht etwas zu anspruchsvoll.
Außerdem möchte ich in und um Thalfang bleiben. Ich finde, der Ort ist es wert, gefördert zu werden. Deswegen wünsche ich mir am Ende der Wanderung, nicht nur des unberechenbaren Wetters wegen, die Einkehr in ein ortsansässiges Lokal, um den zweiten Teil der Geschichte zu lesen.

Ich habe beschlossen, meinen Roman „Das Leben und Sterben des Jason Wunderlich“ zu überarbeiten und eine zweite Auflage herauszugeben. Der Absatz bleibt weit hinter den Möglichkeiten des Buches zurück.
Es wird auch ein neues Cover geben. Diesmal kein Foto sondern ein Bild. Ich habe Ulrike Mai angeboten, es zu malen. In den nächsten Tagen werden wir uns Gedanken über das Motiv machen.
Mit dem Überarbeiten des „Jason Wunderlich“ beginne ich, noch bevor ich mich an ein neues Manuskript setze.

Wer sich für meine Arbeit als Autor interessiert, wird bemerkt haben, dass mein erster Krimi „Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein“ kontroverse Rezensionen erhalten hat. Dafür, dass ich dem Mörder Anselm Jünger eine so niedrige Reizschwelle verpasst habe, wurde ich von einigen Rezensenten ja gerne kritisiert. Und jetzt höre/lese ich von einem „Pizzamord“, bei dem der Täter ausgerastet ist, nur weil ihm die Pizza nicht geschmeckt hat.
Man sieht wieder einmal, das Leben schreibt die Krimis. Wir Autoren berichten nur darüber.
Allen Rezensenten zum Trost ist der zweite Teil von „Atemlos“ näher an den Mainstream herangeschrieben. Die Buchbesprechungen von „Atemlos – Von des Todes zarter Hand“ fallen auch gleich deutlich wohlwollender aus.

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Cover-Atemlos1+2-200Ab sofort gibt es beide Atemlos Krimis von mir als E-Book-Doppelband zum Vorteilspreis. Der E-Book-Doppelband enthält die beiden Kriminalromane
Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein
und
Atemlos – Von des Todes zarter Hand
in ungekürzter Ausgabe.

Der E-Book-Doppelband ist bei Amazon, Thalia, iTunes, Weltbild, Google Play, ebook.de und vielen anderen Onlineshops  erhältlich.

buch-kaufen4E-Book
(ISBN: 978-3-7368-6068-1)

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cover-atemlos2-200Kriminalroman: Die Geschichte von Anna Nowak und Anselm Jünger geht weiter.

Hauptkommissar Matheo Anderssons Vorgesetzte im Landeskriminalamt Mainz hatten sich unmissverständlich ausgedrückt. Sie wollten auf keinen Fall eine „Bonnie & Clyde-Geschichte“ daraus werden lassen. Deswegen schickten sie ihren besten Mann.
Doch das flüchtende Verbrecherpärchen gerät völlig außer Kontrolle. Anna Nowak und Anselm Jünger ziehen auf ihrer wilden Flucht eine blutige Spur hinter sich her. Auch vor Geiselnahme schrecken sie nicht zurück. Dabei fällt ihnen Matheo Anderssons junge und unerfahrene Kollegin in die Hände. Ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Eine Ballade. Eine „Bonnie & Clyde-Geschichte“. Ein rasanter Krimi aus Trier.

„Atemlos – Von des Todes zarter Hand“ erzählt davon, wie schnell sich Ereignisse hochschaukeln können und eine Situation völlig außer Kontrolle gerät.

buch-kaufen4Taschenbuch (244 Seiten, ISBN: 978-1482616286)

E-Book (ISBN: 978-3-7368-6066-7)

Das eBook ist in allen bekannten Online-Shops verfügbar. Das Taschenbuch wird auch im Regionalladen “Sinnessachen” im Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf zum Kauf angeboten. In der Verbandsgemeindebücherei im „Haus der Begegnung“ und in der Stadtbibliothek-Trier kann es ausgeliehen werden.

Hier gibt es eine Leseprobe: Eine Bonnie and Clyde-Geschichte

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cover-atemlos2Die Geschichte von Anna Nowak und Anselm Jünger geht weiter. Kleiner Tipp für alle Fans von Christine Bernard: In „Atemlos – Von des Todes zarter Hand“ hat sie ihren ersten Auftritt in der Kriminaldirektion Trier.

Textprobe aus: Atemlos – Von des Todes zarter Hand

Rottmann ermittelt

„Verletzte Person. Nicht ansprechbar. Hoher Blutverlust. Fremdeinwirkung nicht auszuschließen. Arzt und Rettungsdienst bereits vor Ort.“
Solche Meldungen waren es nicht, die Jörg Rottmann die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. An schlechte Nachrichten war er als Hauptkommissar der Trierer Kriminalpolizei gewöhnt. Es war die übermittelte Adresse, die ein unbestimmtes Gefühl bei ihm hinterließ. Denn genau dort stand das Haus, in dem auch der schwergewichtige Kollege Hauptkommissar Horst Krieger seine Wohnung hatte.
Ohne Eile legte Jörg Rottmann den Hörer zurück auf das Telefon. Dieser „Kunde“ lief nicht mehr weg. Dienstschluss. Die Kollegen vom Kriminaldauerdienst würden sich um den Fall kümmern.
Die Neugier trieb ihn dann doch die Treppe hinunter, anstatt geduldig auf den Aufzug zu warten und gelassen nach Hause zu fahren.
Nach einem kräftigen Tritt auf das Gaspedal des schwarzen Dienst-BMW schoss der schwere Wagen vom Gelände der Kriminaldirektion Trier. Feierabendverkehr.
Berufspendler und alle die, die zu dieser Zeit besser zu Hause geblieben wären, verstopften die Straßen der Innenstadt. Hauptkommissar Rottmann verspürte eine beinahe unbändige Lust, das Blaulicht auf das Dach zu packen und sich mit eingeschaltetem Sondersignal seinen Weg zu bahnen. Aber das gäbe nur wieder Ärger mit dem Alten.
Bei seinem Vorgesetzten, Kriminaldirektor Josef Weinig, hatte er nicht mehr viele Steine im Brett und bei Staatsanwalt Walter Lorscheider schon gar nicht. Den beiden war der oftmals ruppige Hauptkommissar nicht selten zu forsch. Der wiederum verstand die ganze Aufregung um seine Person nicht. Er fand sich ganz okay.
Ganz okay fanden seine Vorgesetzten lediglich seine außerordentlich gute Ermittlungsarbeit. Aufgrund derer sie ihn bis auf Weiteres Dienstwagen und Waffe führen ließen, nicht ohne sich seine Eignung dazu von Polizeipsychologin Karin Vollmer bestätigen zu lassen. Was die, wenn auch schweren Herzens, immer wieder tat. Der Herr Hauptkommissar glaubte deshalb, einen guten Draht zu der schlanken spröden Rothaarigen zu haben. Frau Polizeipsychologin jedoch sprach ihm gegenüber immer wieder nur von einem dünnen Faden.

Jörg Rottmann geduldete sich also, schaute gelangweilt aus dem Seitenfenster seines Wagens und erinnerte sich an seinen vor Anstrengung schnaufenden Kollegen, wenn der die Treppe in den ersten Stock hinauf in seine Wohnung erklomm. Weshalb der Dicke sich nicht eine Wohnung im Parterre gesucht hatte oder wenigstens in ein Haus mit einem Aufzug gezogen war, verstand er nicht. Vielleicht ein Rest Sportsgeist, der jeden Tag an den hundertsechzig Kilo Körpergewicht scheitern musste.
Plötzlich tat ihm sein Kollege leid. Keine Frau, keine Kinder. Krieger lebte allein und war sich angeblich selbst genug. Privaten Kontakt zu Kollegen hatte er kaum. Sicher fühlte er sich einsam.
Bevor Hauptkommissar Rottmann seinen sentimentalen Gedanken gänzlich erliegen konnte und womöglich noch ein schlechtes Gewissen bekam, weil er seinen Kollegen nicht ein einziges Mal nach Feierabend auf ein Bier eingeladen hatte, rollte er hinter einem Kleintransporter bei Gelblicht an der Verkehrsampel vorbei und bog in die Straße mit der gemeldeten Adresse ein.
Ein Krankenwagen, ein Notarztwagen und der schwarze Kleinbus eines Bestattungsunternehmens standen vor dem Haus. Die Spurensicherung war auch schon da. Das volle Programm. Also hatte der Notarzt bereits den Tod der aufgefundenen Person festgestellt und die Kollegen vom Kriminaldauerdienst hatten alle zuständigen Dienststellen informiert.
Jörg Rottmann fuhr in die Einfahrt zum Hinterhof hinein und ließ seinen Wagen auf die Garage von Hauptkommissar Krieger zurollen. Das Garagentor stand offen, ein blauer Ford Mondeo stand darin. Hinter dem Dienstwagen seines Kollegen stellte er seinen BMW ab.

Mit der Gewissheit ist das so eine Sache. Manchmal steigt man mit ihr in ungeahnte Höhen auf, so wie dann, wenn man endlich weiß, dass die Angebetete sich auch für einen interessiert. Aber Gewissheit reißt einen auch mit sich, tief hinunter in ein dunkles Loch. Es dauert seine Zeit, bis man sich daraus wieder befreit hat.
Gewissheit brachte Jörg Rottmann ein flüchtiger Blick. Der Fleischberg in der großen Blutlache dort auf den Fliesen in der Eingangshalle war sein Kollege Hauptkommissar Horst Krieger. Vor dem Absturz in das dunkle Loch befreite Jörg Rottmann nur die sofortige Aufnahme der Ermittlungsarbeit. Konzentriert und professionell.
Mit einem stummen Nicken begrüßte er Polizeihauptmeister Günther Hagemann von der Spurensicherung und stieg mit ausladenden Schritten über hölzerne Reste des Treppengeländers hinweg, die in der Eingangshalle des ehrwürdigen Bürgerhauses überall herumlagen.
Trotz seines Alters zeugte dieses Gebäude noch immer von dem gediegenen Wohlstand seines Erbauers aus einem längst vergangenen Jahrhundert. Aufwendig saniert und liebevoll gepflegt. Horst Kriegers Leiche konnte diesem Eindruck nichts anhaben. Dieses Haus hatte zwei Weltkriege überstanden. Es war, als forderte es alle Anwesenden geradezu dazu auf, ihre Haltung nicht zu verlieren.
Vielleicht war es aber auch die Anwesenheit von Ruth Mayr. Die alte Dame bewohnte die Wohnung über Hauptkommissar Krieger und stand kerzengerade mit verschränkten Armen in ihrem grünen Kleid auf dem ersten Treppenabsatz und beobachtete mit versteinerter Miene das Geschehen. Auch sie hatte bereits zwei Weltkriege überlebt und ertrug Schicksalsschläge seither mit Fassung. Geübt, als hätte sie es schon Hunderte Male ertragen müssen.

Hauptkommissar Rottmann riss sich von diesem Anblick los und gab Günther Hagemann mit einem Kopfnicken zu verstehen, von ihm unterrichtet werden zu wollen. Günther Hagemann ließ den Kopf von Horst Krieger sanft wieder zurück auf die Fliesen gleiten, zog seine blutverschmierten Einweg-Handschuhe aus und stand auf. Mit langen Schritten setzte er sich über die Reste des Treppengeländers hinweg in Richtung seines Kollegen in Bewegung.
„Hallo Günther, was haben wir?“
Polizeihauptmeister Hagemann zog sich den Mundschutz herunter.
„Was ich bisher sagen kann, ist, dass Horst offenbar das Geländer durchbrach und in die Eingangshalle herunter gestürzt ist. Bei seinem Gewicht, gepaart mit seiner Unsportlichkeit, hatte er keine Chance. Wenn er etwas trainierter gewesen wäre, hätte er sich wahrscheinlich auch sämtliche Knochen gebrochen, wäre aber vielleicht nicht daran gestorben.“
„Fremdeinwirkung?“
„Nicht auszuschließen.“
Günther Hagemann deutete mit einem kurzen Blick auf den Treppenabsatz und sprach weiter.
„Frau Mayr dort glaubt jedenfalls, zur Tatzeit eine fremde Person aus dem Haus laufen gesehen zu haben.“
„Scheiße.“
„So ist es.“
Jörg Rottmann klopfte Günther Hagemann freundschaftlich auf die Schulter und wendete sich ab. Der Polizeihauptmeister ging wieder an seine Arbeit.
Mit drei schnellen Schritten eilte Jörg Rottmann die Treppenstufen hinauf auf den Treppenabsatz und stand plötzlich vor Ruth Mayr. Die unterdrückte ihr Missfallen über diese ihrer Meinung nach der Situation völlig unangemessene Hast und reichte Hauptkommissar Rottmann ihre von Gicht und Altersflecken gezeichnete Hand zur Begrüßung.
„Rottmann, Hauptkommissar“, stellte er sich vor. „Ich untersuche den Tod meines Kollegen Hauptkommissar Krieger.“
„Angenehm. Ruth Mayr. Ich wohne im zweiten Stock.“
Blitzlichter von Günther Hagemanns Fotoapparat erhellten ihr Gesicht. Ruhig schaute sie ihrem Gegenüber in die Augen. Dabei blinzelte sie nicht ein einziges Mal. Ruth Mayr stand nur dort und wartete geduldig, während dieser ungestüme Kommissar vor ihr nach seiner ersten Frage suchte. Sie wusste noch, was sich gehört.
„Ja, äh, Sie haben jemanden aus dem Haus laufen sehen?“
„Einen jungen Mann. Ich würde ihn nicht wiedererkennen, dafür sind meine Augen zu schlecht, aber seinen Bewegungen nach zu urteilen, war er jung. Ich denke, schlank. Nicht sehr groß. Dunkle Hose, helle Jacke. Das war kurz nach dem entsetzlichen Lärm im Treppenhaus. Ich blieb in meiner Wohnung und lauschte an der Tür. Dann ging ich zum Fenster und schaute auf die Straße hinunter. In meinem Alter handelt man besser besonnen. Ich laufe nicht mehr irgendwelchem Gesindel nach.“
„Das war sehr klug von Ihnen. Womöglich hätte dieser Mann Ihnen etwas angetan, und wir hätten jetzt weder einen Hinweis noch eine Beschreibung.“
Jetzt wurde ihr dieser Kommissar etwas sympathischer. Erstaunt stellte Ruth Mayr fest, dass sie trotz ihres hohen Alters für Schmeicheleien immer noch empfänglich war.
„Wann genau haben Sie den Mann gesehen?“
„Vor etwas mehr als einer Stunde. Ich bin dann gleich hinuntergegangen und wollte schauen, ob Herr Krieger zu Hause ist. Nachdem ich ihn gefunden hatte, habe ich sofort die Polizei angerufen.“
“Wohnen noch weitere Personen in diesem Haus?“
„Ja, der Herr Forster im Erdgeschoss. Aber der arbeitet im Außendienst und ist selten zu Hause. Er scheint auch jetzt nicht da zu sein. Ich habe vorhin bei ihm geklingelt, aber es hat niemand geöffnet. Ist es nicht seltsam? In diesem Haus leben wir alle alleinstehend.“
„Lebten“, verbesserte Ruth Mayr sich mit einem Seitenblick auf die Leiche von Horst Krieger.
Jörg Rottmann beschloss, sich um diesen Forster später zu kümmern. Jetzt wollte er die Wohnung von Horst Krieger sehen.
Nachdem er in seiner Jackentasche eine Visitenkarte gefunden hatte, verabschiedete er sich von der alten Dame.
„Gut, Frau Mayr. Sie haben mir sehr geholfen. Hier ist meine Karte. Wenn Ihnen noch etwas einfällt, können Sie mich ja anrufen.“
In Hauptkommissar Rottmanns Kopf arbeitete es bereits.
Wer könnte diese unbekannte Person gewesen sein? Hatte sie etwas mit Horst Kriegers Tod zu tun? Konnte sie vielleicht Informationen liefern, die zur Aufklärung des Falles beitrugen? Vielleicht fand er einen Hinweis in Kriegers Wohnung. (mehr …)

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Notebook-1Wie schon in Autor intern 03-2014 angekündigt, gibt es ab sofort einen Krimi Doppelband als Kindle E-Book bei Amazon mit einem deutlichen Preisvorteil gegenüber den einzelnen Bänden. Enthalten sind meine beiden Kriminalromane „Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein“ und „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön„.

Vom 03.04. bis 07.04. gab es außerdem bei Amazon eine Gratis Aktion für das Kindle E-Book meines Psychokrimis „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön„. Es wurden fast 6500 E-Books kostenlos heruntergeladen. Auch die Verkaufszahlen haben insgesamt angezogen. Darüber freue ich mich natürlich sehr, ist es doch der Lohn für Jahre lange Arbeit.

Letzte Woche habe ich mit der Arbeit am Manuskript zu Atemlos II begonnen. Ich gehe mal davon aus, dass ich mit der Geschichte um Anna Nowak und Anselm Jünger bis Frühjahr 2015 fertig bin.

Jetzt freue ich mich erst mal auf die kommenden Feiertage und wünsche allen meinen Lesern ein frohes Osterfest.

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Atemlos - Beim Sterben ist jeder alleinGerade online gegangen. Der Buchtrailer zu meinem Kriminalroman „Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein„.
Durch besonders glückliche Umstände bekam ich vom SPH-Bandcontest Finalisten 2012 „At The Cutting Edge“ den Song „Chance To Change“ zur Verfügung gestellt.
Um dem Tempo des Songs gerecht zu werden, habe ich den Roman auf 170 Worte komprimiert, die jeweils für eine Sekunde eingeblendet werden.
Wer am Ende des Videos vom Lesen etwas atemlos ist, wie war noch gleich der Titel des Romans…?

Neugierig geworden? Hier erfahren Sie mehr über meinen Kriminalroman „Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein„.

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Atemlos - Beim Sterben ist jeder alleinBei der Recherche für meinen ersten Kriminalroman „Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein“ sprach ich mit Polizeibeamten und las öffentlich zugängliche Dokumente über die täglichen Abgründe unserer Gesellschaft. Schnell kam ich zu der Überzeugung: „Das kannst du so nicht schreiben, das glaubt dir kein Mensch.“ Wahrlich unglaublich, was sich parallel zu unserer heilen Welt so alles abspielt. Jede Minute wird geraubt, gemordet und totgeschlagen, aus den niedersten Beweggründen und mit den zweifelhaftesten Rechtfertigungen. Hinzu kommen die für uns sinnlosen Taten von schwer in ihrer Persönlichkeit gestörten Menschen. Diskussionen mit einem Psychopathen über Normen und Werte erübrigen sich. Nach einer Verhaftung ist es nahezu aussichtslos, mit den Tätern ein Gespräch auf einer „vernünftigen“ Basis zu führen.
„Mein“ Mörder Anselm Jünger ist ein solcher Psychopath, und ich habe versucht, seine Gedankenmuster offenzulegen und zu vermitteln, auf welcher wirren Gefühlsachterbahn er jeden Tag fährt.

Textprobe aus: Atemlos – Beim Sterben ist jeder allein

Das kleine Biest zappelte wild, als seine Hinterpfoten das kalte Wasser berührten. Es versuchte, sich herumzudrehen, herauszuwinden, nur irgendwie zu entkommen. Bis dahin hatte es durch Anselms brutalen Griff in das Nackenfell stillgehalten.
Doch jetzt, durch seine entsetzliche Furcht vor dem schwarzen, kalten Wasser, löste sich die angeborene Tragestarre, und das Viech begann laut zu schreien, bevor Anselm es erbarmungslos unter die Wasseroberfläche drückte.
Aufmerksam beobachtete er für kurze Zeit die Fenster, durch die seine Nachbarn in den Innenhof herunter schauen konnten.
Nirgendwo ging Licht an. Nicht ein einziges bleiches Gesicht hinter Glas ließ sich ausmachen. Niemand hatte sich zu dieser frühen Stunde durch ein dunkles Zimmer bis an ein Fenster geschlichen, um einen Blick auf ihn und die Regentonne zu werfen.
Das letzte Sommergewitter hatte die Tonne bis zum Rand gefüllt. Während das Mistviech darin tobte, schwappte Wasser heraus und platschte auf den Boden.
Verzweifelt versuchte die junge Katze, sich Anselms Griff zu entziehen, dann aufzutauchen und an der Oberfläche nach Luft zu schnappen. Vielleicht, ja, vielleicht gelang es ihr dann sogar, trotz ihrer furchtbaren Panik, mit wenigstens einer Pfote den Rand der Regentonne zu erreichen, sich daran herauszuziehen und zu flüchten.
Das Viech war unglaublich zäh und Anselm wusste nicht, wie lange ein so junges Tier sich ihm noch wiedersetzen konnte. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sein Mord so viel Zeit in Anspruch nehmen würde und dabei solch einen Lärm verursacht.
Der Rand der Regentonne reichte Anselm bis an seinen Bauch. Das herausschwappende Wasser durchweichte bereits seine Jeans und lief ihm über die Hosenbeine in die Schuhe.
Die Ärmel seiner Jacke und seines Hemdes darunter waren bis zur Schulter durchnässt.
Die kalte Morgenluft und die Aufregung reizten Anselms überempfindliche Bronchien. Er fürchtete einen Asthmaanfall und tastete mit einer Hand nach dem Inhalator in seiner Jackentasche. Doch der kleine Pumpzerstäuber war nicht an seinem Platz. Anselm vermutete, ihn beim Überziehen seiner Jacke auf der Kommode im Flur vergessen zu haben.
Anselm atmete durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Dabei hielt er seine Lippen fast geschlossen, damit die entstehende Druckverlagerung ihm die Atmung erleichterte.
Mit einer geschickten Bewegung erwischte das um sein Leben kämpfende Tier Anselms Handgelenk mit den Krallen einer Hinterpfote. Anselm unterdrückte seinen Aufschrei. Weniger vor Schmerz, als vielmehr vor Überraschung über die Heftigkeit dieser Attacke. Beinahe hätte er seine schlafenden Nachbarn doch noch auf sich aufmerksam gemacht. Er musste dieses Viech nun zügig erledigen.
Anselm löste kurz seinen Griff im Nackenfell, umschloss mit seinen Fingern blitzschnell den Hals der Katze und drückte zu. So fest er konnte. Solange er konnte. Die Bewegungen unter Wasser verloren langsam an Kraft. Aus dem kleinen hellen Gesicht unter der Wasseroberfläche traten die Augen hervor. Anselm spürte ein letztes schwaches Zucken, und der kleine Körper wurde schlaff. Der Überlebenskampf der jungen Katze war zu Ende.
Anselm öffnete seine Finger und ließ den leblosen Körper auf den Grund der Regentonne sinken. Er vergewisserte sich noch einmal, dass ihn auch wirklich niemand beobachtete, und verließ den Innenhof durch die Tür zum Treppenhaus.

Anselm verzichtete darauf, das Licht einzuschalten und stieg im Halbdunkeln die knarrenden, hölzernen Treppenstufen hinauf in seine Wohnung.
Es roch immer noch stark nach Öl im Haus. Der Geruch stieg aus dem Heizungskeller empor und verursachte eine leichte Übelkeit bei Anselm.
Hans Schmidthofer, der Hauseigentümer, versprach seinen Mietern seit Jahren, dass er den Defekt an der Tankanlage im Keller beheben lässt. Doch bisher war nichts geschehen. Nach jedem Befüllen der Tanks im Keller mit neuem Heizöl stank das ganze Haus wochenlang danach.
Eine Sauerei, so was. Ignorantes Arschloch, dieser Schmidthofer. Der alte Sack wohnte nicht im gleichen Haus. Nein. Er lebte in einem schicken Einfamilienhaus im Nachbarort.
Dort würde Anselm ihn gerne mal besuchen und ihm das Licht auspusten. So wie dieser Dreckskatze gerade.
„Schmidthofer, dein Tag kommt auch noch“, murmelte Anselm leise.
Er hatte sich bei seinem Aufstieg im Treppenhaus in Rage gebracht. Ihm wurde die Luft wieder knapp und er war erleichtert, als er beim Betreten seiner Wohnung den Inhalator auf der Kommode im Flur liegen sah. So, wie er es vermutet hatte.
Anselm liebte Ordnung und Disziplin über alles. Dass er den Inhalator vergessen hatte, verzieh er sich nur deshalb, weil er sich auf seinen Plan, die Katze von der Fricke zu ersäufen, so sehr konzentriert hatte. Solch ein Fehler durfte ihm jedoch nicht noch einmal unterlaufen.
Anselm griff nach dem kleinen Taschenzerstäuber, atmete aus und führte das Mundstück zwischen seine Lippen. Mit geschlossenem Mund drückte er einen Stoß des Aerosols heraus und atmete so tief er konnte durch den Mund ein.
Erleichtert trat Anselm an das Fenster in seinem Badezimmer und schaute hinunter in den Innenhof.
Schwach, und für einen flüchtigen Blick beinahe unsichtbar, schimmerte das weiß-rote Fell von Frickes Katze im morgendlichen Dämmerlicht auf dem Grund der Regentonne. In knapp einer Stunde würde die Sonne am Himmel stehen und den Tatort hell ausleuchten.
Die Fenster im gegenüberliegenden Gebäude blieben weiterhin unbeleuchtet. Aber das würde sich bald ändern. Die Fricke war morgens immer früh auf den Beinen und krakeelte rücksichtslos als Erstes nach ihrer scheiß Katze.
Die Alte wohnte mit ihrem Mann im Haus gegenüber auf der gleichen Etage wie Anselm. Durch Anselms gekippt stehendes Schlafzimmerfenster schallten Frickes Rufe im Morgengrauen herüber und weckten ihn. Nicht selten, nachdem Anselm zuvor erst wenige Stunden geschlafen hatte.

Taschenbuch (262 Seiten, ISBN: 9781482616286)
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Das Taschenbuch wird auch im Regionalladen “Sinnessachen” in Thalfang, Hauptstraße 18 zum Kauf angeboten. In der Verbandsgemeindebücherei im „Haus der Begegnung” und in der Stadtbibliothek-Trier kann es ausgeliehen werden.

eBook (ISBN: 978-3-7368-5593-9)
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