Robert Louis Stevenson? Na? dämmert’s? Genau, der Autor unter anderem von „Die Schatzinsel“ und „Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde“.
Als ich über das kleine Büchlein „Das Licht der Flüsse“, erschienen im Aufbau Verlag, gestolpert bin, ich gebe es zu, hat mir der Name des Autors auf Anhieb nichts gesagt. Die Schatzinsel und Dr. Jekyll und Mr. Hyde habe ich nicht gelesen, sondern als Kind im Fernsehen gesehen.
Das ließe den Schluss zu, Fernsehen bildet nicht.
„Das Licht der Flüsse – eine Sommererzählung“ war Robert Louis Stevensons erstes veröffentlichtes Buch. Es erschien in London 1878 im Verlag Kegan Paul & Co.. Robert Louis Stevenson erhielt dafür zwanzig Pfund. Stevenson war damals erst sechsundzwanzig Jahre alt.
Die Erzählung handelt von den Erlebnissen während einer Kanutour mit seinem Freund Walter Simpson über die Oise bis nach Pontoise. Immer wieder streut Stevenson Gedanken und Überlegungen zu den für ihn bedeutenden Fragen des Lebens ein.
Die Oise war zumindest zu Robert Louis Stevensons Zeit ein beschaulich dahin plätschernder Fluss. Dieses Dahinplätschern trifft auch auf den Text zu. Aber keineswegs mit negativem Vorzeichen. Im Gegenteil.
Robert Louis Stevenson schreibt seine Erlebnisse in einem überaus weichen abgerundeten Stil nieder. Angenehm zu lesen. Ausformuliert. Von allem Ballast befreit.
So wie die beiden mit ihren Kanus dem Ende ihrer Reise entgegentreiben, gelangt man beim Lesen beinahe unbemerkt zu der letzten Zeile. Das Lesevergnügen endet dann auf Seite 155.
Ein weiteres Lob geht an den Verlag. Aufbau hat diese gebundene Ausgabe in Leinen gepackt und sogar an mein geliebtes Lesebändchen gedacht. Der Schutzumschlag verdient den Namen eigentlich nicht, denn er kommt als eine Art breite Banderole daher. Was der insgesamt wertigen Aufmachung aber nicht schadet.
Ich lege Ihnen „Das Licht der Flüsse“ ans Herz. Denn genau dafür wurde diese Sommererzählung geschrieben.






