Wohin die Trauer über den Verlust eines Haustieres im Extremfall führen kann, schildert Gerard Donovan in seinem Roman ‘Winter in Maine’, erschienen im Luchterhand Verlag. Sein Protagonist Julius Winsome lebt zurückgezogen in der Einsamkeit seiner Holzhütte im US Bundesstaat Maine. Eine enttäuschte Liebe und der gewaltsame Tod seines Pitbullterrier ‘Hobbes’ lassen die Situation eskalieren.
Besonders gelungen finde ich die Beschreibung der einsam gelegenen und mit Büchern voll gestopften Hütte. Man kann die Winterkälte in den Räumen während dem Lesen förmlich spüren. Auch die Geschichte aus Sicht eines Heckenschützen zu erzählen, ist Gerard Donovan sehr gut gelungen. Das war sicher nicht mein letzter ‘Donovan’.
Die spannende Geschichte auf gerade mal 206 Seiten, das Textformat und die Schriftgröße laden gerade den ungeübten Leser ein. Nicht jeder hat die Muße, sich einen 500 oder 1000 Seiten Wälzer in zusammen gedrängter Minischrift anzutun. Davon werden Sie verschont.
Mich hat die Buchgestaltung sehr an meine ersten Jack London Bücher aus meiner Jugendzeit erinnert. Ebenso, wie seinerzeit meine Abenteuerbände, habe ich ‘Winter in Maine’ an nur einem einzigen Tag gelesen.
Winter in Maine
1. September 2010 von Michael Vieten






